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Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 05.01.2022

Wasser­schaden

Gebäude­versicherer haftet nicht für alle Wasser­schäden

Kein Versicherungs­schutz bei undichter Silikonfuge

(Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.10.2021, Az. IV ZR 236/20)

Nicht jede Versicherung ist in jedem Fall hilfreich. Denn ob ein Schaden versichert ist, ist von den Versicherungs­bedingungen abhängig. Daher hilft mitunter der Blick ins Klein­gedruckte.

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Bei Wasser­schäden springt in der Regel die Gebäude­versicherung ein. Keine Regel kommt allerdings ohne Ausnahme aus: Denn eine Versicherung muss tatsächlich nicht bei allen Arten von Wasser­schäden leisten, wie ein Urteil des Bundesgerichts­hofes (BGH) zeigt (Az.: IV ZR 236/20). Bei undichten Fugen etwa greift der Versicherungs­schutz nicht.

Streit um Schäden durch undichte Fugen

In dem verhandelten Fall ging es um eine Silikonfuge im Dusch­bereich. Die Fuge war undicht und in der Folge entstand ein Schaden in Höhe von 17.000 Euro. Die Gebäude­versicherung wollte den Schaden aber nicht übernehmen. Das Oberlandes­gericht Bamberg verurteilte das Unternehmen jedoch dazu, weil es sich nach Ansicht des Gerichts um ein versichertes Ereignis handele. Denn der Bereich der Duschwanne sei als Teil der wasser­führenden Einrichtung anzusehen.

BGH: Versicherungsunternehmen muss nicht für Schäden aufgrund undichter Fugen einstehen

Diesem Urteil folgte der BGH nicht: Nach den Versicherungs­bedingungen werde Ent­schädigung nur für den Fall geschuldet, dass Wasser aus den mit dem Rohrsystem verbundenen Einrichtungen ausgetreten ist. Das sei im vorliegenden Fall nicht so, denn hier habe eine undichte Fuge zu dem Schaden geführt. Eine Fuge weise keine Verbindung mit dem Rohrsystem auf. Ein solcher Fall werde laut der Klausel eben nicht von der Versicherung gedeckt. Aufgeführt waren dort unter anderen Schäden an Rohren oder wasser­führenden Teilen wie der Heizungs­anlage, aber auch Wasser­betten und Aquarien.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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