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Strafrecht | 21.11.2022

Kraf­tfahrzeug­rennen

Gericht verhängt nach tödlichem Raserunfall mehr als sechs Jahre Haft

Verurteilung wegen eines verbotenen Kraf­tfahrzeug­rennens mit Todesfolge

Dem Autofahrer konnte es nicht schnell genug gehen. Auf bis zu Tempo 200 be­schleunigte er und kam ins Schleudern. Die entgegen­kommende Auto­fahrerin starb. Nun hatten die Richter das Wort.

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Ein Raser ist nach einem tödlichen Autounfall in Schwaben zu einer Gefängniss­trafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der 28 Jahre alte Angeklagte war mit einem Tempo von etwa 200 Kilometern pro Stunde unterwegs - etwa doppelt so schnell wie erlaubt. Er verlor die Kontrolle, sein Wagen schleuderte auf die Gegen­fahrbahn und dort in das Fahrzeug einer 54-Jährigen. Die vierfache Mutter hatte keine Chance und war sofort tot.

Fahrt mit Dashcam gefilmt

Die Strafkammer des Land­gerichts Augsburg verurteilte den Mann wegen eines verbotenen Kraf­tfahrzeug­rennens mit Todesfolge. „Es stellt sich als Irrsinn heraus“, sagte der Vorsitzende Richter Roland Christiani zu der Fahrweise des Angeklagten. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Mann letztlich mit Tempo 180 oder 200 gerast sei. Seine hals­brecherische Fahrt hatte der deutsche Staats­bürger, der sich zudem unter Drogen­einfluss hinters Steuer gesetzt hatte, mit einer sogenannten Dashcam aufgenommen und den Unfall damit auch für die Ermittler dokumentiert. Sein Beifahrer hatte ihn noch angefeuert. Der mit­angeklagte 29-Jährige erhielt daher wegen Beihilfe eine Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Ursprünglich wegen Mordes angeklagt

Ursprünglich war der Haupt­angeklagte wegen Mordes angeklagt. Der Vorwurf wurde jedoch im Prozess fallen­gelassen, da der dafür nötige Tötungs­vorsatz dem Mann nicht nachgewiesen werden konnte. Der Staats­anwalt hatte dann eine sieben­einhalb­jährige Gefängniss­trafe wegen eines illegalen Rennens verlangt, die Höchsts­trafe liegt hier bei zehn Jahren. Die Verteidiger hatten sich für maximal vier Jahre Haft ausgesprochen. Sie werteten die Fahrt als fahrlässige Tötung. Bei dem Haupt­angeklagten wird zudem der Führer­schein eingezogen. Frühestens nach fünf Jahren darf ihm eine neue Fahrlizenz ausgestellt werden. Der Staats­anwalt hatte eine lebenslange Führer­schein­sperre verlangt. Der Kammer­vorsitzende machte aber klar, dass es keine rechtliche Basis für eine längere Sperre gebe.

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Angeklagter behält sich Rechtsmittel vor

Nach dem Urteil versuchte der Richter vergeblich, den 28-Jährigen zur sofortigen Annahme des Schuld­spruches zu bewegen. In dem Fall hätte auch der Staats­anwalt auf Rechts­mittel verzichtet. Der Angeklagte und seine Anwälte wollen aber erst kommende Woche endgültig entscheiden, ob sie Revision einlegen. Der Richter nannte es „Ironie des Schicksals“, dass der Tod der Fahrerin auf der Gegen­fahrbahn den beiden Angeklagten quasi das Leben gerettet habe. Denn sonst wäre der Unfall­verursacher mit seinem getunten Sportwagen wohl gegen einen Baum gekracht. Diesen Unfall hätten beide Insassen laut eines Gutachters vermutlich nicht überlebt. So kamen sie mit Verletzungen davon.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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