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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 07.02.2020

Unfall

Grob fahrlässiges Verhalten: Info­tainment bei Tempo 200 bedient

Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße verletzt

(Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil vom 02.05.2019, Az. 13 U 1296/17)

Auf den deutschen Autobahnen gibt es zwar kein generelles Tempolimit. Wer aber sehr schnell fährt und sich dabei auch noch ablenken lässt, muss nach Unfällen mithaften, wie ein Gerichts­urteil zeigt.

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Wer auf deutschen Autobahnen viel schneller als mit der Richt­geschwindigkeit Tempo 130 fährt, muss ganz besonders konzentriert sein. Bei so hoher Geschwindigkeit das Infotainment­system im Fahrzeug zu bedienen, ist grob fahrlässig und führt zur Mithaftung nach einem Unfall. Das gilt auch dann, wenn das Auto mit einer Haftungs­beschränkung ohne Selbst­beteiligung gemietet worden ist, zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Nürnberg (Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil vom 02.05.2019, Az. 13 U 1296/17).

Mit Tempo 200 auf der linken Spur

Im konkreten Fall war ein Mann mit einem Mietwagen mit 200 km/h auf der linken Spur einer Autobahn unterwegs gewesen. Während er das Infotainment­system bediente, kam er von der Fahrbahn ab und knallte gegen die Mittelleit­planke. Für das Auto war im Mietvertrag eine Haftungs­beschränkung ohne Selbst­beteiligung vereinbart worden.

Fahrer muss 50 Prozent des Schadens übernehmen

Allerdings gilt diese Beschränkung nicht, wenn der Fahrer einen Schaden am Fahrzeug grob fahrlässig herbeiführt. Die Auto­vermietung wollte daher die Hälfte des Schadens geltend machen - und hatte vor Gericht Erfolg. Der Fahrer musste 50 Prozent des Schadens übernehmen. Er habe den Schaden grob fahrlässig herbeigeführt, urteilte das Oberlandesgericht.

Ablenkung bei Tempo 200 ist grobe Fahrlässigkeit

Für eine grobe Fahrlässigk­eit müsse der Autofahrer die Sorgfalt, die er im Verkehr aufzubringen hat, in ungewöhnlich hohem Maß verletzen. Das sah das Gericht als erwiesen an. Als der Mann bei Tempo 200 das Infotainment­system bedient habe, habe dies seine Aufmerksamkeit zumindest für einige Sekunden voll gebunden. Und drei Sekunden Ablenkung bedeuteten, dass der Wagen eine Strecke von rund 167 Meter gefahren sei, ohne dass der Fahrer die Fahrbahn im Blick gehabt habe.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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