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Immobilienrecht und Mietrecht | 05.12.2017

Außer­ordentliche Kündigung

Großflächiger Schimmel­befall recht­fertigt außer­ordentliche Kündigung

Schimmel­bildung stellt eine Gesundheits­gefährdung dar

Wann kann ich einen Mietvertrag außer­ordentlich kündigen? Eine Frage, die zwischen Mietern und Vermietern oft umstritten ist. Klar ist: Besteht eine Gefahr für die Gesundheit, müssen Mieter das nicht hinnehmen.

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Großf­lächiger Schimmel an den Wänden kann ein Grund für eine außer­ordentliche Kündigung eines Miet­verhältnisses sein. Denn aus dem Schimmel­befall ergibt sich unter Umständen eine Gesundheits­gefährdung für die Bewohner, befand das Amtsgericht Saar­brücken (Az.: 4 C 348/16 (04). Erheblich ist die Gesundheits­gefährdung, wenn nachhaltige oder dauernde Schädigungen drohen und die Gefährdung nicht leicht zu beseitigen ist.

Außerordentliche Kündigung wegen Feuchtigkeit und Schimmelbefall der Wohnung

In dem verhandelten Fall hatte die Mieterin einer Eineinhalb-Zimmer-Wohnung den Mietvertrag außer­ordentlich gekündigt. Zur Begründung führte sie an, dass die Einbau­küche und die dahinter­liegende Wand von Feuchtigkeit und Schimmel befallen seien. Auch an den Fenstern in Küche und Wohnzimmer gebe es Schimmel. Sie war der Ansicht, es bestehe eine erhebliche Gesundheits­gefährdung für sie und ihr ungeborenes Kind. Die Vermieterin wollte die Kündigung nicht akzeptieren und bestritt zudem den gesundheits­gefährdenden Schimmel­befall, der wenn überhaupt nur durch falsches Heiz- und Lüft­verhalten der Mieterin entstanden sei.

Gutachten bestätigt großflächigen Schimmelbefall

Das sah das Gericht anders: Laut Gutachten liege tatsächlich großf­lächiger Schimmel­befall vor, der nicht durch das Verhalten der Mieterin entstanden sei. Die Gesundheits­gefährdung ergab sich aus Sicht des Gerichts gleich aus mehreren Aspekten: Zum einen spiele die Größe der Fläche eine Rolle und zum anderen die Tatsache, dass in der Küche Mahlzeiten zubereitet werden. Die geringe Größe der Wohnung mache es der Mieterin zudem nahezu unmöglich, zu verhindern, sich Schimmel­sporen auszusetzen. Daher sei die außer­ordentliche Kündigung gerechtfertigt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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