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Steuerrecht | 04.05.2022

Photo­voltaik­anlagen

Grüne Energie: Betrieb einer Solaranlage erlaubt Vorsteuer­abzug

Kein Vorsteuer­abzug für Dach­reparatur wegen Schäden durch Instal­lation einer Photovoltaik­anlage

(Finanzgericht Nürnberg, Urteil vom 23.02.2021 , Az. 2 K 826/20)

Wer den von seiner Photovoltaik­anlage erzeugten Strom verkauft, muss dafür Umsatz­steuer abführen. Doch mancher Aufwand, der mit der Anlage in Verbindung steht, darf gegengerechnet werden.

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In Baden-Württemberg inzwischen bei fast jedem Neubau Pflicht, in anderen Bundes­ländern noch freiwillig: die Instal­lation einer Solaranlage auf dem Dach des Eigenheims. Doch egal wie: Wer durch die Anlage Einnahmen erwirtschaftet, muss Umsatz­steuer ans Finanzamt abführen.

Betrieb einer Solaranlage erlaubt Vorsteuerabzug

„Der Eigentümer der Anlage kann entsprechend aus den Kosten für die Anschaffung, den Betrieb und die Wartung aber auch Vorsteuern geltend machen und mit der Umsatz­steuer verrechnen“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler. Nur Vorsicht: Der Vorsteuer­abzug gilt nicht für alle Aufwendungen, die mit der Anlage in Verbindung stehen.

Dachreparatur steht nicht in Verbindung mit Solaranlage

In einem konkreten Fall hat das Finanz­gericht Nürnberg (Az. 2 K 826/20) geurteilt, dass eine Dach­reparatur nicht im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Photovoltaik­anlage steht und daher keine Vorsteuer­verrechnung stattfinden kann. Ein Unternehmer hatte auf seinem privaten Wohnhaus eine Photovoltaik­anlage installieren lassen. Dabei wurde das Dach beschädigt.

In Rechnungen ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuerabzug berücksichtigt

Der Unternehmer ließ die Schäden von einem Dachdecker und Zimmerer reparieren. Er berücksichtigte die in den Rechnungen der Handwerker ausgewiesene Umsatz­steuer als Vorsteuer­abzug in seinen Umsatzsteuer­voranmeldungen für die Photovoltaik­anlage. Das Finanz­gericht lehnte, wie das Finanzamt zuvor, die Vor­anmeldung ab. Berücksichtigt wurde nur ein Teil der Vorsteuer. Da der Unternehmer das Gebäude zu mehr als 90 Prozent privat nutzt, konnten nur zehn Prozent der unter­nehmerischen Nutzung zugerechnet werden.

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Vorsteuerabzug bei vorwiegend privater Nutzung nicht im vollen Umfang möglich

„Die Vorsteuer aus den Rechnungen kann dann nicht im vollen Betrag von dem Unternehmer abgesetzt werden, wenn die Reparatur auch teilweise dem privat genutzten Bereich zugutekommt“, sagt Karbe-Geßler. Irrelevant ist, dass die Schäden am Dach ausschließlich durch die Instal­lation der Photovoltaik­anlage entstanden sind. Das führt allein noch nicht dazu, dass von einer ausschließlich unter­nehmerischen Nutzung bei der Reparatur auszugehen ist. Gegen das Urteil wurde Revision erhoben.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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