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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 01.10.2020

Auffahr­unfall

Grundlose Voll­bremsung: Muss ein Auffahrender allein haften?

Voll­bremsung ohne zwingenden Grund recht­fertigt Haftungs­anteil von 50 % für Voraus­fahrenden

(Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 04.10.2019, Az. 13 S 69/19)

Der sogenannte Anscheins­beweis spricht beim Auffahr­unfall dafür, dass der Auffahrende in der Regel Schuld hat. Doch was ist, wenn der Vordermann plötzlich auf der Landstraße grundlos bremst?

Auch wenn der Voraus­fahrende ohne zwingenden Grund stark abbremst, muss der Hintermann eventuell mithaften. Der Anscheins­beweis, wonach der Auffahrende Schuld am Unfall hat, kann zwar widerlegt werden, doch allein durch das Brems­manöver muss das nicht vollständig der Fall sein. Es kommt auf den Einzelfall an. Das zeigt ein Urteil des Land­gerichts Saar­brücken (Az.: 13 S 69/19).

Streit um Auffahrunfall

Vor einem Tempo-50-Schild bremste ein Autofahrer auf der Landstraße zunächst stark auf 50 km/h ab und kam dann nahezu zum Stillstand: So zumindest die Aussage des Klägers, der auffuhr und die Hälfte seines Schadens ersetzt bekommen wollte.

LG: 50:50 Haftung bei Auffahrunfall

Dem stimmte das Gericht zu. Es war überzeugt davon, dass der Voraus­fahrende eine Voll­bremsung hingelegt und die Nachfolgenden damit stark gefährdet hatte. Diese hätten damit nicht rechnen müssen.

Doch selbst diese Aktion erschüttere den sogenannten Anscheins­beweis nicht ganz, so das Gericht. Starkes Bremsen sei kein komplett atypischer Verlauf. Weil er nicht genug Sicherheits­abstand gehalten habe, müsse der Auffahrende zur Hälfte mithaften - was letztlich seine Klage aber erfolgreich machte.

Es kommt am Ende stets auf den Einzelfall an

Ob der Anscheins­beweis gänzlich wegfällt, hängt vom Einzelfall ab, so die DAV-Verkehrs­rechts­anwälte. Das könne beispiels­weise der Fall sein, wenn ein Voraus­fahrender bei grüner Ampel stark abbremst. Der sogenannte Anscheins­beweis kann relevant werden, wenn sich der Hergang eines Unfalls nicht exakt ermitteln lässt. Dabei müsse nach der Lebens­erfahrung ein bestimmtes Verhalten zum Schaden geführt haben.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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