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Steuerrecht | 11.05.2022

Wert­gutachten

Gutachten ermöglicht höhere Immobilien-Abschreibung

Kürzere Gebäude­rest­nutzungs­dauer durch Wert­gutachten

(Finanzgericht Münster, Urteil vom 27.01.2022, Az. 1 K 1741/18 E)

Von vermieteten Immobilien können Eigentümer steuerlich profitieren, indem sie diese abschreiben. Üblicherweise funktioniert das über die gesamte Nutzungs­dauer linear. Aber nicht immer.

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Eine vermietete Immobilie können Eigentümer über die Nutzungs­dauer hinweg abschreiben. Im Normalfall mit einer linearen Abschreibung von zwei Prozent pro Jahr. Nach 50 Jahren wäre ein Objekt so vollständig abgeschrieben. Aber Achtung: Mit jedem Eigentümer­wechsel beginnt die Nutzungs­dauer neu zu laufen. Ein Gutachten kann das verhindern.

Mit jedem Verkauf wird Abschreibungsdauer neu ermittelt

In der Regel werden Abschreibungs­höhe und -dauer mit jedem Verkauf neu ermittelt. So könne die tatsächliche Nutzungs­dauer eines Gebäudes im Laufe der Zeit die gesetzlich zugrunde gelegte Nutzungs­dauer von 50 beziehungs­weise 40 Jahren weit übersteigen, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler.

Wer aber eine kürzere Rest­nutzungs­dauer durch ein Gutachten nachweisen kann, kann davon steuerlich profitieren - dank einer höheren Abschreibung. Das geht aus einem Urteil (Az. 1 K 1741/18 E) des Finanz­gerichts Münster hervor.

Kauf eines Grundstücks mit Wertgutachten

In dem Fall hatte ein Vermieter ein Grundstück erworben, für das ein Sachverständigen­gutachten zur Ermittlung des Grundstücks­werts vorlag. Laut Gutachten wies das Gebäude eine Rest­nutzungs­dauer von 30 Jahren aus.

Finanzgericht Münster gibt dem Vermieter recht

Der Eigentümer setzte daraufhin in seinen Einkommen­steuerer­klärungen eine jährliche Abschreibung des Gebäudes von 3,33 Prozent statt der üblichen zwei Prozent als Werbungs­kosten aus Vermietung und Verpachtung an. Das Finanzamt berücksichtigte lediglich den kleineren Abschreibungs­satz. Später gab das Finanz­gericht aber dem Vermieter recht.

Nutzungsdauer per Gutachten prüfen

Vermieter sollten daher gerade bei einem Neukauf prüfen, ob ein Gutachten eine kürzere Nutzungs­dauer bescheinigt, rät Daniela Karbe-Geßler. Ein normales Wert­gutachten sei für den Ansatz höherer Abschreibungen ausreichend.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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