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Krankenkassenrecht und Sozialrecht | 23.07.2019

Haarausfall

Haarausfall durch Krankheit: Haarverlust kann als Behinderung gelten

Versorgung mit maßgefertigtem Echthaar­teil kann aus medizinischen Gründen erforderlich sein

(Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 26.03.2019, Az. L 4 KR 50/16)

Unauffälliger Haarersatz ist teuer: Frauen mit teilweisem Haarausfall können aber die Auslagen für ein Echthaar­teil von der Kranken­kasse erstattet bekommen - wenn medizinische Gründe vorliegen.

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Frauen mit partiellem Haarausfall haben unter Umständen Anspruch auf ein Echthaar­teil. Das kann etwa aus medizinischen Gründen wie bei einer Schuppen­flechte notwendig sein. Die Kosten dafür übernimmt die Kranken­kasse. Das geht aus einer Entscheidung des Landes­sozial­gerichts Nieder­sachsen-Bremen hervor (Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 26.03.2019, Az. L 4 KR 50/16). Im Gegensatz zu einer Perücke bedeckt ein Echthaar­teil nur die kahle Stelle.

Streit um Kostenübernahme eines Echthaarteil

Verhandelt wurde der Fall einer Frau, die durch Schuppen­flechte zunehmend zu kreisrundem Haarausfall litt. Zur Bedeckung der kahlen Stellen beantragte sie bei der Kranken­kasse ein hand­geknüpftes Echthaar­teil im Wert von 1.290 Euro. Die Kasse genehmigte die Kosten­übernahme bis zum Höchstb­etrag von 511 Euro.

Krankenkasse empfahl aus Kostengründen Perücke

Zur Begründung hieß es, dass es auch für diese Summe eine gute Versorgung gebe. Die Frau könne zudem auch eine Perücke tragen, da sie sich eher im privaten Umfeld als in der Öffentlichkeit bewege. Eine Kunsthaar­perücke sei dafür ausreichend.

Gericht wertet Haarverlust als Behinderung

Das Gericht verpflichtete die Kranken­kasse dazu, die Kosten des Echthaar­teils zu erstatten. Die Kosten­begrenzung auf den Höchstb­etrag gelte dabei nicht. Laut Gericht ist der partielle Haarverlust der Frau als Behinderung zu werten. Die Kasse müsse demnach zwar nur dafür sorgen, dass der Haarausfall nicht sofort erkennbar sei. In Einzel­fällen könne aber ein maßg­efertigtes Echthaar­teil aus medizinischen Gründen erforderlich sein.

Perücke wegen Schuppenflechte nicht ratsam

In diesem Fall hatte der behandelnde Hautarzt erklärt, dass eine vollständige Abdeckung des verbliebenen Kopfhaars aufgrund der Schuppen­flechte nicht ratsam sei.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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