wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Strafrecht | 05.12.2022

Bahn-Gefährdung

Haftstrafen für mut­maßliche Querdenker-Anhänger wegen Bahn-Gefährdung

Verurteilung wegen fahr­läs­si­gen ge­fähr­li­chen Ein­griffs in den Bahn­ver­kehr

(Amtsgericht Gemünden, Urteil vom 02.12.2022, Az. 701 Js 373/21)

Zwei mut­maßliche Anhänger der sogenannten Querdenker-Szene sollen im Kampf gegen die Corona-Schutz­maßnahmen einen ICE in Unter­franken zu einer Schnell­bremsung veranlasst haben.

Werbung

Das Amtsgericht Gemünden am Main verhängte deswegen am Freitag Haftstrafen für die beiden Angeklagten. Der 38-Jährige und seine 61 Jahre alte Komplizin wurden wegen fahr­lässigen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Nötigung schuldig gesprochen, wie ein Gerichts­sprecher mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig. Berufung oder Revision könnten binnen einer Woche eingelegt werden.

Entscheidung noch nicht rechtskräftig

Der Mann erhielt eine Freiheits­strafe von einem Jahr und neun Monaten. Weil er wegen eines anderen Delikts bereits eine Bewährungss­trafe erhalten hatte, wurde diese neue Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt. Die Frau wurde zu einer Freiheits­strafe von neun Monaten verurteilt, ausgesetzt zu Bewährung. Die Bewährungsz­eit wurde auf drei Jahre bestimmt. Zudem muss die 61-Jährige eine Geldauflage von 10 Raten zu je 150 Euro zahlen. Beide Angeklagten hatten in der Haupt­verhandlung keine Angaben zur Sache gemacht.

An Holzlatten befestigte Plakate aufgestellt

Das Duo hatte der Anklage zufolge im Januar 2021 geholfen, fünf an Holzlatten befestigte Plakate über die Gleise auf der Bahnstrecke Gemünden-Waigols­hausen aufzustellen. Auf den Transparenten war unter anderem in roter Farbe geschrieben zu lesen: „Achtung Gleisbruch 2km“ und „Diesmal Fake“. Ein aus Schweinfurt kommender ICE mit 62 Fahrgästen durchfuhr eine dieser Konstruktionen mit einer Größe von etwa 1,50 mal 4,50 Meter. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein. Verletzt wurde niemand. Die Ermittler gingen rasch davon aus, dass Gegner der Corona-Maßnahmen für die Aktion verantwortlich sein könnten, um über­regionale Aufmerksamkeit zu erregen. Mittäter konnten bisher nicht ermittelt werden.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9952