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Schadensersatzrecht | 22.06.2020

Radsport

Haftungs­ausschluss bei Trainings­fahrt von Radfahrern greift nicht immer

Typisches Risiko der Trainings­fahrt im Pulk nicht realisiert

(Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 12.03.2020, Az. 1 U 31/19)

Nicht nur bei Rad­sport-Wet­tbewerben, auch bei sportlichen Trainings­fahrten gilt ein Haftungs­ausschluss. Doch der greift nicht immer - es kommt auf die konkrete Situation an.

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Wer sich als Radsportler mit anderen zum Wettkampf oder zu einem sportlichen Trainings­fahrt zusammen­schließt, nimmt das typische Risiko auf die eigene Kappe. Konkret heißt das: Kommt es etwa im Pulk im Wind­schatten bei zu wenig Abstand zum Unfall, gilt in der Regel ein Haftungs­ausschluss. Doch wenn der Unfall in eine bereits ruhige Phase fällt und sich die Mitfahrer­kette schon breit auseinander­gezogen hat, muss das nicht mehr der Fall sein. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Frankfurt am Main (Az.: 1 U 31/19).

Radunfall beim Überholen

Der Fall: Ein Rennrad­fahrer startete mit 15 weiteren Radlern zu einer Trainings­tour. In einem Gefälle rollte er neben einem Mitfahrer. Ein Dritter wollte nun das Duo überholen, musste dabei aber auf einen unbefestigten Seiten­streifen ausweichen und touchierte einen Radler. Das löste eine Ketten­reaktion mit Stürzen aus. Der Kläger prallte gegen einen Baum und verletzte sich erheblich. Daher forderte er Schaden­ersatz.

Schadensersatzanspruch wegen Überholens trotz geringen Abstandes

Das hatte vor Gericht Erfolg. Denn der Verursacher des Unfalls hatte zu wenig Abstand eingehalten und so nicht die erforderliche Sorgfalt aufgebracht. Der zur Verfügung stehende Raum reichte nicht für ein sicheres Überholen. Der Haftungs­ausschluss bei sportlichen Wettbewerben mit nicht unerheblichem Gefahren­potenzial kam hier nicht zum Tragen.

Kein typisches Risiko einer Pulkfahrt

Dieser Haftungs­ausschluss gelte zwar im Grundsatz auch bei einer Trainings­fahrt im Pulk. Doch in diesem Fall hätte eine solche Situation nicht mehr vorgelegen: Die Gruppe hatte sich schon weit auseinander­gezogen, als sich in dieser ruhigen Training­sphase der Unfall ereignete. Zumal das Trainings­ziel gewesen sei, den Berg schnell zu erklimmen, um dann entspannt herunter­zurollen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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