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Steuerrecht und Vertragsrecht | 13.03.2016

Steuer

Handwerker-Rechnung: Kunden haben Anspruch auf den Ausweis des Lohnanteils

Kunden können nur bei aufgeschlüsselten Rechnungen einen Steuerbonus geltend machen

Wer Ausgaben für Handwerker und andere Dienstleister von der Steuer absetzen will, braucht richtige Abrechnungen. Auf diesen muss der Lohnanteil gesondert ausgewiesen sein. Kunden haben einen Anspruch darauf. Denn nur so können sie Handwerkerleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen, so ein Urteil des Amtsgerichts Mülheim (Az.: 12 C 1124/14).

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Kläger forderte eine aufgeschlüsselte Rechnung und die Richter gaben ihm Recht

Im konkreten Fall verklagte ein Kunde einen Umzugsunternehmer. Der Grund: Der Rechnung ließ sich der Lohnanteil nicht konkret entnehmen. Der Kunde verlangte eine ordentlich aufgeschlüsselte Rechnung. Die Richter gaben ihm Recht: Der Unternehmer musste die Lohnkosten in der Rechnung gesondert ausweisen. Denn nur so könne der Kläger den Betrag gegebenenfalls als haushaltsnahe Dienstleistung bei der Steuer absetzen.

Einen Steuerbonus kann man nur für Arbeits-, Anfahrts- und Maschinenkosten beanspruchen

Materialkosten sind hingegen nicht absetzbar. Damit das Finanzamt die Aufwendungen berücksichtigt, muss der Kunde den Rechnungsbetrag gesondert auf das Konto des Dienstleisters überwiesen.

Für haushaltsnahe Dienstleistungen und Renovierungsarbeiten werden bis zu 20 Prozent der Aufwendungen steuerlich anerkannt

Grundsätzlich werden für haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu 20 Prozent der Aufwendungen steuerlich anerkannt - maximal jedoch 4000 Euro pro Jahr. Zahlt der Bürger beispielsweise 600 Euro für das Kehren des Gehwegs oder das Schnee schieben vor dem Haus, lassen sich mit dem Steuerbonus bis zu 120 Euro Steuern sparen. Daneben können Steuerzahler für Handwerkerleistungen - etwa für Renovierungsarbeiten im und am Haus - rund 20 Prozent der Aufwendungen geltend machen. Das Finanzamt berücksichtigt davon aber maximal 1200 Euro im Jahr.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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