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Steuerrecht | 19.10.2018

Einkommens­steuer

Handwerker­leistung kurz nach Umzug ins Eigenheim steuerlich absetzbar

Steuerbonus nur für Bau­maßnahme an bereits bestehendem Haushalt

(Bundesfinanzhof, Beschluss vom 05.07.2018, Az. VI R 53/17)

Wer kurz nach dem Umzug ins neugebaute Eigenheim den Handwerker kommen lässt, kann diese Kosten als Handwerker­leistungen in der Einkommen­steuer­erklärung absetzen. Damit lasse sich womöglich pro Jahr bis zu 1200 Euro Einkommen­steuern sparen, so Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Voraussetzung für den Steuerbonus ist, dass es sich um eine Bau­maßnahme in einem bereits bestehenden Haushalt handelt. Werden Haus oder Wohnung neu errichtet, gibt es die Steuer­ermäßigung nicht.

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In der Praxis kommt es oft zu Streit mit dem Finanzamt, wenn die Bauherren ihren Neubau bereits bezogen haben, in den Folge­monaten aber noch Baumaßnahmen vorgenommen werden.

Finanzamt verweigert Anerkennung mit Verweis auf Neubaumaßnahmen

Im Fall einer Familie aus Brandenburg etwa wurden nach dem Einzug noch die Außenfassade verputzt, ein Zaun gezogen, Pflaster­arbeiten auf dem Grundstück ausgeführt sowie Rollrasen verlegt. Das Finanzamt verweigerte den Steuerabzug, weil es sich um Neubau­maßnahmen gehandelt hätte.

Änderung des Steuerbescheides nach Revisionsverfahren

Nachdem das Finanz­gericht Berlin-Brandenburg das bestätigt hatte, legte die Familie Revision beim Bundes­finanz­hof ein (Az.: VI R 53/17). Das Finanzamt änderte daraufhin den Steuer­bescheid zugunsten der Kläger.

Einspruch gegen Steuerbescheid mit Hinweis auf Gerichtsverfahren

Der Steuer­zahler­bund rät daher, Rest­arbeiten nach dem Umzug, die die Bewohn­barkeit des Hauses nicht beeinträchtigen, als Handwerker­leistungen in der Einkommen­steuer­erklärung anzugeben. Verweigert das Finanzamt den Steuerbonus, sollte Einspruch gegen den Steuer­bescheid eingelegt werden. Zur Begründung könne auf das genannte Gerichts­verfahren hingewiesen werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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