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IT-Recht, Telekommunikationsrecht und Vertragsrecht | 11.01.2016

Drittanbieter

Handy-Rechnung: Mobilfunkanbieter ist auch für Beschwerden bei Ärger mit Drittanbieterleistungen zuständig

Handy-Provider treiben Geld für Drittanbieterleistungen ein

(LG Potsdam, Urteil vom 26.11.2015, Az. 2 O 340/14)

Von Premium-SMS über Dienste-Abos bis hin zu kostenpflichtigen Hotlines und Serviceleistungen: Drittanbieter können sich das Geld für solche Angebote einfach per Handyrechnung holen. Dass Handy-Provider dabei das Geld für solche Leistungen eintreiben, sich aber für Beschwerden rund um diese Forderungen nicht zuständig fühlen, ist nicht rechtens. Das hat das Landgericht Potsdam entschieden (Az.: 2 O 340/14).

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Kundin wehrt sich gegen Forderungen von Drittanbieterleistungen

In dem Fall hatte E-Plus eine Base-Kundin wegen eines Zahlungsrückstandes für Drittanbieterleistungen in Höhe von gut 200 Euro mehrfach angemahnt, obwohl die Frau wiederholt erklärt hatte, kostenpflichtige Angebote Dritter weder wissentlich bestellt noch genutzt zu haben: Sie sollte die ausstehenden Beträge zahlen und sich diese dann per Gutschrift vom Drittanbieter zurückholen. Dagegen hatte die Verbraucherzentrale Hamburg geklagt.

Urteil: Betroffene können Beanstandungen direkt beim Mobilfunkanbieter gelten machen

Das Landgericht Potsdam hat entschied, dass der Provider nicht behauten dürfe, dass sich der Kunde für die Gutschrift einer bestrittenen Forderung an den Drittanbieter wenden müsse. Der Betroffene kann seine Beanstandungen direkt gegenüber dem Mobilfunkanbieter geltend machen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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