wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Steuerrecht | 29.09.2021

Steuer­erklärung

Hausnotrufs­ystem: Senioren sollten Steuerbonus nutzen

Kosten für Hausnotrufs­ystem steuerlich absetzbar

(Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 11.06.2021, Az. 5 K 2380/19)

Die Kosten für ein Hausnotrufs­ystem können ältere Menschen bei der Steuer­erklärung angeben. Senioren können sich dabei auf ein laufendes Verfahren beim Bundes­finanz­hof stützen.

Werbung

Viele Senioren nutzen ein Hausnotrufs­ystem, damit sie im Ernstfall schnell Hilfe erhalten. Ob sie die Kosten dafür in ihrer Einkommen­steuer­erklärung geltend machen können, prüft aktuell der Bundes­finanz­hof. Das Finanz­gericht Baden-Württemberg hatte in einer vom Bund der Steuer­zahler unterstützten Musterklage zuvor entschieden, dass die Kosten absetzbar sind (Az.: 5 K 2380/19). Für viele allein­lebende Senioren ist das Urteil wichtig „Bislang gingen diese beim Finanzamt oft leer aus, wenn sie die Kosten für ihren Hausnotruf absetzen wollten“, erklärt Julia Jirmann vom Bund der Steuer­zahler.

Finanzamt erkannte Ausgaben nicht an

In dem Fall lebte die 1939 geborene Klägerin allein in ihrem Haushalt und nutzte ein Hausnotrufs­ystem. Die Ausgaben dafür gab die Seniorin in ihrer Einkommen­steuer­erklärung als haushaltsnahe Dienst­leistung an. Das Finanzamt strich den Steuerabzug. Begründung der Finanz­beamten: Diese Kosten seien nur absetzbar, wenn der Steuer­zahler im Heim wohnt.

FG erkannte 20 Prozent der Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung steuermindernd an

Doch das Finanz­gericht gab der Seniorin recht und erkannte 20 Prozent der Kosten des Hausnotruf­systems als haushaltsnahe Dienst­leistung steuer­mindernd an. So ist es bei haushaltsnahen Dienst­leistungen gesetzlich vorgesehen. Da üblicherweise Haushalts­angehörige im Bedarfsfall Hilfe holen, ersetze das Notruf­system bei Allein­lebenden die Über­wachung im Haushalt, urteilten die Richter.

Finanzamt legte Revision ein

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechts­kräftig, denn das Finanzamt hat Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt. Dort wird das Urteil nun überprüft (Az.: VI R 14/21).

Betroffene können sich auf das laufende Verfahren stützen, wenn das Finanzamt die Kosten für den Hausnotruf nicht akzeptiert. „Dann sollte Einspruch gegen den Steuer­bescheid eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden“, rät Jirmann. Der eigene Steuerfall bleibt offen, bis der BFH abschließend entschieden hat.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8693