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Steuerrecht | 28.09.2021

Veräußerungs­gewinn

Hausverkauf: Keine Steuer auf das Arbeits­zimmer

Keine Aufteilung des Kaufpreises in „privat“ und „beruflich“

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 01.03.2021, Az. IX R 27/19)

Wird eine selbst bewohnte Immobilie verkauft, ist dies steuerfrei. Aber gilt das auch, wenn sich dort ein Arbeits­zimmer befindet?

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Eigentümer, die ihr selbst­genutztes Wohnhaus oder ihre Eigentums­wohnung verkaufen, müssen den Veräußerungs­gewinn in der Regel nicht versteuern. Dies gilt auch, wenn die Wohnung ein häusliches Arbeits­zimmer hatte und dieses in den Vorjahren von der Einkommen­steuer abgesetzt wurde. Das hat der Bundes­finanz­hof (BFH), nun bestätigt. (Az.: IX R 27/19) „Das häusliche Arbeits­zimmer ist demnach Teil des privaten Wohn­bereichs und kann daher beim Verkauf nicht separat besteuert werden“, erklärt Julia Jirmann vom Bund der Steuer­zahler.

Wohnung nach fünf Jahren verkauft

Beurteilt wurde der Fall einer Lehrerin, die einen Raum ihrer Eigentums­wohnung als häusliches Arbeits­zimmer nutzte. In ihren Einkommen­steuerer­klärungen setzte sie das Zimmer ab. Nach etwa fünf Jahren verkaufte sie die Wohnung mit Gewinn. Da sie ihre Wohnung vor dem Verkauf selbst bewohnt hatte, ist der Verkaufs­gewinn steuerfrei.

Finanzamt verlangte Einkommensteuer

Für den Gewinn, der anteilig auf das Arbeits­zimmer entfiel, verlangte das Finanzamt jedoch Einkommen­steuer, weil die zehnj­ährige Spekulations­frist für Immobilien noch nicht abgelaufen war.

Häusliche Arbeitszimmer fällt unter „Nutzung zu eigenen Wohnzwecken“

Der Bundes­finanz­hof folgte allerdings am Ende der Auffassung der Verkäuferin: Das Arbeits­zimmer sei Teil der Privat­wohnung und könne nicht unabhängig von dem Rest der Wohnung verkauft werden. Deshalb müsse keine Aufteilung des Kaufpreises in „privat“ und „beruflich“ vorgenommen werden.

Steuerzahler können von diesem Urteil profitieren

Das bedeutet: Wenn das Finanzamt den Gewinn aus dem Verkauf einer selbst­genutzten Immobilie anteilig für das Arbeits­zimmer versteuert, sollte Einspruch gegen den Steuer­bescheid eingelegt werden. „Dabei sollte das Akten­zeichen des Verfahrens genannt werden“, so Jirmann.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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