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Strafrecht | 23.03.2021

Sexuellen Übergriff

Heimliches Abstreifen eines Kondoms ist ein sexueller Übergriff

OLG hebt Freispruch für „Stealthing“ auf

(Oberlandesgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 19.03.2021, Az. 2 OLG 4 Ss 13/21)

Wenn ein Mann beim Geschlechts­verkehr heimlich das Kondom entfernt, obwohl die Frau dem Akt ausdrücklich nur mit Kondom zugestimmt hat, erfüllt dies den Tatbestand eines sexuellen Übergriffs - zu diesem Schluss ist das Schleswig-Holsteinische Oberlandes­gericht (OLG) gekommen.

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Die Richter hoben einen Freispruch des Kieler Amts­gerichts zu einem Fall des sogenannten Stealthings (von „stealth“ = engl. List) auf. Das Amtsgericht Kiel hatte den Mann im November 2020 freigesprochen. Nach Angaben eines OLG-Sprechers muss sich jetzt eine andere Abteilung des Kieler Amts­gerichts erneut mit dem Fall befassen.

AG hatte „Stealthing“ als nicht strafbar angesehen

Dem Mann war vorgeworfen worden, er habe während einer Pause beim Geschlechts­verkehr - vom Opfer unbemerkt - das Kondom entfernt und den Geschlechts­verkehr un­geschützt fortgesetzt. Das Opfer hatte nach Angaben des Gerichts den Angeklagten zuvor mehrfach darauf hingewiesen, dass es Geschlechts­verkehr nur mit Kondom wolle. Das Amtsgericht hatte das Verhalten des Mannes nicht für strafbar gehalten und den Angeklagten freigesprochen. Dagegen hatten die Staats­anwaltschaft und die Neben­klägerin Revision beantragt.

OLG bejaht sexuellen Übergriff

Die Richter des OLG kamen dagegen zu einem anderen Ergebnis. Erkläre ein Opfer vor dem Geschlechts­verkehr, dass es diesem nur mit Kondom zustimme, so könne das un­geschützte Eindringen auch dann als sexueller Übergriff strafbar sein, wenn das Opfer das Fehlen des Kondoms während des Geschlechts­verkehrs nicht bemerke, sagte ein OLG-Sprecher.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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