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Schadensersatzrecht | 30.06.2020

Schadens­ersatz

Hersteller einer Großk­opf-Hüfprothese zu Schadens­ersatz verurteilt

Falsch implantiertes Hüftgelenk durch fehlerhafte OP-Anleitung begründet Anspruch auf Schadens­ersatz

(Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 08.06.2020, Az. 14 U 171/18)

Kommt ein Mensch durch ein defektes Produkt zu Schaden, muss der Hersteller Schadens­ersatz zahlen. Das kann auch der Fall sein, wenn eine Prothese wegen einer fehler­haften OP-Anleitung falsch implantiert wird. Das zeigt ein Urteil des Ober­landes­gerichts Karlsruhe (Az.: 14 U 171/1).

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Schäden an Prothese durch fehlerhafter OP-Anleitung

In dem Fall ging es um einen Mann, der wegen eines verschlissenen Hüftgelenks eine Großkopf­prothese eingesetzt bekam. Einige Jahre später musste er erneut operiert werden - dabei stellten die Ärzte fest, dass an zwei Stellen in der Hüfte Knochen abgebaut war. Zudem fanden sie eine gräuliche Masse, die optisch einer Maultaschen­füllung ähnelte, wie es in der Mitteilung des Gerichts heißt.

Das Problem: Beim Einsetzen der Prothese hatten die Ärzte eine Steck­verbindung mit zu wenig Kraft zusammen­gefügt. Dadurch habe sie über die Jahre Metall abgegeben - und das hat zu den Schäden geführt.

Ärzte traf kein verschulden

Ein Verschulden der Ärzte lag nicht vor, sie hatten sich nur an die Anleitung des Herstellers gehalten. In der Anleitung stand, dass ein leichter Schlag ausreicht. Mehrere Sachverständige stellten aber vor Gericht fest, dass für eine korrekte Montage sehr kräftige Schläge nötig gewesen wären.

Fehler lag also beim Hersteller

Der musste dem Mann Schaden­ersatz sowie 25 000 Euro Schmerzens­geld zahlen. Das Oberlandes­gericht bestätigte die entsprechende Ent­scheidung der Vorinstanz und wies die Berufung des Herstellers zurück.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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