wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Reiserecht, Schadensersatzrecht und Verbraucherrecht | 17.10.2019

Reise­rücktritt

Höhere Gewalt: Vulkan­ausbruch berechtigte zur Kündigung einer Reise

Veranstalter muss vollen Reisepreis zurück­zahlen

(Amtsgericht München, Urteil vom 24.05.2018, Az. 133 C 21869/15)

Kann ein Urlauber seine Reise kostenlos stornieren, wenn am Ziel ein Vulkan ausgebrochen ist? Ein Gerichts­urteil ist eindeutig.

Werbung

Ein Vulkan­ausbruch kann ein Grund sein, von einer Reise zurückzutreten und das Geld dafür wieder zubekommen. Eine solche Natur­katastrophe gilt als höhere Gewalt. Wenn die Durchführung der Reise durch die Folgen des Ausbruchs gefährdet ist, darf der Urlauber den Vertrag kündigen, zeigt ein Urteil des Amts­gerichts München (Amtsgericht München, Urteil vom 24.05.2018, Az. 133 C 21869/15). Der Veranstalter muss den Reisepreis zurück­zahlen.

Vulkanausbruch in Costa Rica

In dem verhandelten Fall ging es um eine Mietwagen­rundreise durch Costa Rica aus dem Jahr 2015. Der Kläger und seine Frau hatten rund 5700 Euro bezahlt. Kurz vor Abreise brach der Vulkan Turrialba aus, der rund 80 Kilometer von der Hauptstadt San José entfernt liegt. Dort sollten die Menschen ihre Augen vor der Asche schützen. Die Zufahrt zu einem National­park, der auf der Reiseroute lag, wurde gesperrt. Es gab Medien­berichte, das Auswärtige Amt wies auf mögliche Gesundheits­beeinträchtigungen hin.

Kläger kündigt Reise

Der Kläger kündigte daraufhin die Reise und verlangte den Reisepreis zurück. Der Mann erklärte, seine Frau habe eine Bronchial­erkrankung, zudem sei mit weiteren Ausbrüchen zu rechnen - und der Vulkan mit dem National­park sei der Höhepunkt der Reise.

Veranstalter verweist auf allgemeine Gefahr

Das Reise­unternehmen zahlte jedoch nur einen Teil des Geldes zurück. Die Durchführung der Reise sei nicht wesentlich beeinträchtigt. Und die Gefahr des Vulkan­ausbruchs sei in einem Land wie Costa Rica auch nicht unvorhersehbar gewesen. Die Urlauber hätten mit Blick auf die Gefahren vielmehr „sehenden Auges“ ihre Reise gebucht.

Vulkanausbruch stellt höherer Gewalt dar

Das Gericht widersprach dieser Argumentation. Der Vulkan­ausbruch sei ein Fall von höherer Gewalt, da er unerwartet aufgetreten sei. Dass es in Costa Rica allgemein aktive Vulkane gebe, spiele dabei keine Rolle. Zum Zeitpunkt zwischen Buchung und Reise­antritt sei die Ausbruchs­wahr­scheinlichkeit tatsächlich eher gering gewesen. Der Kläger habe davon ausgehen müssen, dass seine persönliche Reise gefährdet war.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6897

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6897
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!