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Schadensersatzrecht | 27.04.2020

Schmerzens­geld

Hohes Schmerzens­geld für ärztlichen Behandlungs­fehler im Krankenhaus bei fünf Jahre alten Jungen

Oberlandes­gericht Oldenburg verurteilt Krankenhaus emden zu hohem Schmerzens­geld

(Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 18.03.2020, Az. 5 U 196/18)

Für einen groben Behandlungs­fehler muss ein Krankenhaus in Emden einem Kind 800 000 Euro Schmerzens­geld zahlen. Das hat das Oberlandes­gericht Oldenburg entschieden. (Az.: 5 U196/18)

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Krankenhauspfleger ruft keinen Arzt

Der damals fünf Jahre alte Junge war 2011 mit Fieber und Schüttel­frost in ein Krankenhaus gekommen. Als seine Mutter in der Nacht dunkle Flecken am Körper ihres Sohnes bemerkte, rief sie einen Pfleger. Dieser verständigte aber keinen Arzt.

Lebensbedrohliche Blutvergiftung wird zu spät erkannt

Erst am nächsten Morgen stellte ein Arzt fest, dass die Flecken am Körper und Gesicht abgestorbenes Gewebe waren. Das Kind hatte eine Lebens­bedrohliche Blut­vergiftung, die von Meningo­kokken ausgelöst worden war. Dem Jungen mussten beide Unter­schenkel amputiert werden, zahlreiche weitere Operationen waren und sind auch in Zukunft nötig.

Kläger-Anwalt: Höhe des Schmerzensgeldes angemessen

Der Behandlungs­fehler war 2013 gerichtlich fest­gestellt und 2015 bestätigt worden. Nun musste noch die Höhe des Schmerzens­geldes festgelegt werden. „Es ist möglicher­weise das Urteil mit dem höchsten Schmerzens­geldbetrag, der je in Deutschland zugesprochen wurde“, sagte Burkhard Remmers, der Anwalt des Jungen, zu dem inzwischen rechtskräftigen Urteil. „Niemand kann dem Kläger und seiner Familie das Leid abnehmen“, sagte der Fachanwalt für Medizin­recht. „Der Kläger erhält jetzt aber eine wirklich angemessene Entschädigung.“

Bisher fast 20 Operationen

Nach Angaben des Gerichts ist das Kind bereits mehr als 20 Mal operiert worden. Dreieinhalb Jahre musste der Junge wegen der Narben einen Ganzkörper­kompressions­anzug tragen, den er täglich nur für kurze Zeit ablegen durfte. Jetzt geht der inzwischen 14-Jährige in eine Regelschule und nutzt für die Fort­bewegung einen Rollstuhl.

Klinik bedauert die Vorgänge rund um die Behandlung

Das Krankenhaus wollte sich zu dem Urteil nicht äußern, teilte aber mit: „Das Klinikum Emden bringt sein ausdrückliches Bedauern zu den neun Jahre zurück­liegenden Vorgängen rund um die Behandlung des jungen Patienten zum Ausdruck.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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