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Steuerrecht | 04.08.2021

Einkommen­steuer

Honorar für Studien­teilnahme meist steuer­pflichtig

Probanden­honorare sind sonstige Einkünfte

(Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18.03.2021, Az. 4 K 1017/20)

Wer freiwillig an einer medizinischen Studie teilnimmt und dafür ein Honorar erhält, muss dieses in seiner Einkommen­steuer­erklärung angeben. Doch es gibt Ausnahmen.

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Probanden müssen die Vergütung, die sie für die Teilnahme an einer Studie erhalten, meist versteuern. Das geht aus einem Urteil des Finanz­gerichts Rheinland-Pfalz hervor (Az.: 4 K 1017/20). Denn bei solchen Honoraren handelt es sich in der Regel nicht um ein steuer­freies Schmerzens­geld, sondern um sonstige Einkünfte, erklären die Experten vom Bund der Steuer­zahler.

Es gibt aber Ausnahmen

Wer ein geringes Honorar erhält, profitieren von einer Steuerfrei­grenze. „Bis zu einem Betrag von weniger als 256 Euro im Kalender­jahr sind die Einkünfte nicht steuer­pflichtig“, so die Experten vom Bund der Steuer­zahler. Bei Einkünften ab 256 Euro im Jahr muss man den kompletten Betrag versteuern.

Rund 7000 Euro für drei klinische Studien

Im konkreten Fall klagte eine Frau - sie war sich mit ihrem Finanzamt uneinig über die steuerliche Bewertung des Probanden­honorars. Im Streitjahr nahm sie an drei klinischen Studien teil. Dafür erhielt sie rund 7000 Euro als Aufwands­entschädigung.

Finanzamt verlangte Einkommensteuer

Zudem bekam die Probandin eine Pauschale für ihre Fahrtkosten. Das Finanzamt verlangte darauf Einkommen­steuer. Bei dem Honorar handele es sich um sogenannte sonstige Einkünfte.

FG: Kein steuerfreies Schmerzensgeld

Diese Ansicht bestätigte das Finanz­gericht Rheinland-Pfalz und verwies auf den Vertrag, den die Probandin abgeschlossen hatte. Demnach lag kein Schmerzens­geld vor, so das Urteil. Die Fahrtkosten berücksichtigte das Gericht nur in Höhe der Entfernungs­pauschale.

Nur der Gewinn wird besteuert

Grund­sätzlich gilt: nur der Überschuss - umgangs­sprachlich der Gewinn - wird besteuert. Probanden können also Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Studien­teilnahme entstanden sind, vom Honorar abziehen.

Ob und in welcher Höhe dann Steuern anfallen, hängt von weiteren Faktoren ab, beispiels­weise ob die Probandin oder der Proband weitere Einkünfte im Kalender­jahr hatte.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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