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Steuerrecht | 19.02.2020

Immobilie­kauf

Immobilie als Kapital­anlage: Kauf­preis­aufteilung notariell festgelegen

Finanzamt darf zur Berechnung des Gebäude­wertes die Arbeits­hilfe des Bundes­finanz­ministeriums heranziehen

(Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.08.2019, Az. 3 K 3137/19)

Wer eine Immobilie als Kapital­anlage kauft, sollte schon im Notar­vertrag festlegen, welcher Preisanteil auf die Immobilie und welcher auf den Boden entfällt. Das ist wichtig für die Abschreibung.

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Käufer einer Miet- oder Gewerbe­immobilie sollten bereits beim Kauf darauf achten, dass im Notar­vertrag der Preis für Gebäude und Grundstück getrennt ausgewiesen sind. „Denn bei der Steuer dürfen nur die Anschaffungs­kosten für das Haus oder die Wohnung, nicht aber das Grundstück abgeschrieben werden“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Vereinbarte Kaufpreisaufteilung sollte realitätsgerecht erfolgen

Ist die vereinbarte Kauf­preis­aufteilung realitäts­gerecht, erfolgt die Abschreibung auf Basis des vertraglich Vereinbarten. Ist die Kauf­preis­aufteilung hingegen wirtschaftlich nicht nachvollziehbar, darf das Finanzamt zur Berechnung des Gebäude­wertes die Arbeits­hilfe des Bundes­finanz­ministeriums heranziehen, entschied jetzt das Finanz­gericht Brandenburg (Az.: 3 K 3137/19).

Finanzamt kam mit neuer Berechnung zu einem niedrigeren Gebäudewert

In dem Fall klagte die Eigentümerin einer Ein­zimmer­wohnung. Bereits im Kaufvertrag war der Preis für den Gebäudea­nteil und den Grundstücks­anteil der Wohnung getrennt ausgewiesen. Allerdings folgte das Finanzamt dieser Aufteilung nicht, sondern nahm eine neue Berechnung vor. Das Finanzamt kam dabei zu einem niedrigeren Gebäude­wert und damit zu einer geringeren Abschreibung. Dagegen wandte sich die Klägerin und bestand auf die im Kaufvertrag festgelegte Aufteilung.

Gericht billigte Berechnung mittels Arbeitshilfe der Finanzverwaltung

Ohne Erfolg: Die Richter gaben dem Finanzamt Recht, denn die vertragliche Kauf­preis­aufteilung entspreche nicht den realen Wert­verhältnissen. Das Gericht billigte daher die Berechnung mittels Arbeits­hilfe der Finanz­verwaltung. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechts­kräftig, da die Eigentümerin Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt hat (Az.: IX R 26/19).

Betroffene können sich auf das Revisionsverfahren berufen

Akzeptiert das Finanzamt die im Kaufvertrag festgelegte Kauf­preis­aufteilung nicht, weil die Aufteilung realitäts­fremd ist, und rechnet selbst, kann gegen den Steuer­bescheid Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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