wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Steuerrecht | 05.10.2022

Erbschaft­steuer

Immobilien­erbe: Renovierung recht­fertigt verspäteten Einzug

Handwerker­mangel begründet verspäteten Einzug

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 16.03.2022, Az. II R 6/21)

Wer eine Immobilie erbt, muss grund­sätzlich Erbschaft­steuer bezahlen - es sei denn, der Erbe zieht selbst zeitnah ein. Verzögerungen werden nur im Ausnahmefall akzeptiert.

Werbung

Werden Immobilien in der Familie vererbt, fällt nicht in allen Fällen Erbschaft­steuer an. „Voraussetzung für die Steuer­befreiung ist, dass die geerbte Wohnung oder das geerbte Haus unverzüglich zur Selbst­nutzung bestimmt und zehn Jahre selbst bewohnt wird“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler. Erben haben für den Einzug in der Regel sechs Monate Zeit.

Einzug nach einem Jahr - FA widerruft Erbschaftsteuerbefreiung

In einem konkreten Fall hat der Bundes­finanz­hof (BFH) aber an seine bisherige Rechtsprechung angeknüpft: Ein verspäteter Einzug aufgrund von Räumungs- und Renovierungs­arbeiten kann rechtmäßig sein. Der Einzug einer Alleinerbin eines Zwei­familien­hauses hatte sich infolge des Hand­werker­mangels um ein ganzes Jahr verzögert. Das zuständige Finanzamt hatte die Erbschaf­tsteuer­befreiung daraufhin widerrufen und die Steuer festgesetzt. Der BFH kippte das Urteil.

Renovierung rechtfertigt verspäteten Einzug

Zwar müssten Erben eines Familien­heims Renovierungs­arbeiten so schnell durchführen, wie es ihren persönlichen Möglichkeiten entspricht. Es sei ihnen aber nicht anzulasten, wenn sie die Renovierungs­arbeiten unverzüglich in Auftrag geben, die beauftragten Handwerker sie aber aus Gründen, für die die Erben nichts können, nicht rechtzeitig ausführen können. Dazu zählt etwa eine hohe Auftrags­lage.

Bemühungen sollte man nachweisen können

„Eine rechtzeitige Entrümpelung sowie die Beauftragung von Handwerkern können ein Indiz für die Absicht der Selbst­nutzung darstellen“, sagt Daniela Karbe-Geßler. Wer aber bereits bei der Beauftragung erkennt, dass der Handwerker nicht in der Lage ist, die Renovierungs­arbeiten vor Ablauf von sechs Monaten durchzuführen oder zu beginnen, sollte den Versuch nachweisen können, auch andere Handwerks­betriebe angefragt zu haben.

Werbung

Übrigens

Für nahe Angehörige gelten beim Erbe grund­sätzlich individuelle Frei­beträge. Wer selbst in eine geerbte Immobilie aus dem Familien­kreis einzieht, dem steht dieser Freibetrag noch für weitere Zuwendungen zur Verfügung. Wer die geerbte Immobilie nicht bezieht, der muss den über den individuellen Freiberauf hinausgehenden Wert der Immobilie versteuern.

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9804