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Arbeitsrecht | 06.12.2019

Arbeits­zeit­reduzierung

Ingenieur hat keinen Anspruch auf Teilzeit mit arbeits­freiem August

Arbeitgeber darf Teil­zeit­antrag mit arbeits­freiem August aus betrieblichen Gründen ablehnen

(Landesarbeitsgericht Nürnberg, Urteil vom 27.08.2019, Az. 6 Sa 110/19)

Möchte ein Arbeit­nehmer seine Arbeitszeit reduzieren, muss der Arbeitgeber seine Wünsche in der Regel berücksichtigen. Aber kann man Teilzeit so beantragen, dass man im August komplett frei hat?

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Arbeit­nehmer haben grund­sätzlich das Recht, ihre Arbeitszeit zu verringern. Arbeitgeber müssen aber nicht jedem Modell zur Verteilung der Arbeitszeit zustimmen. Das zeigt ein Urteil des Landes­arbeits­gerichts Nürnberg (Az. 6 Sa 110/19).

Antrag auf Teilzeit mit arbeitsfreiem August

Im dem Fall ging es um einen Ingenieur in einem Unternehmen in Bayern mit einem schul­pflichtigen Kind. Der Mann stellte einen Antrag auf Teil­zeit­arbeit. Darin sah er vor, das gesamte Jahr Vollzeit zu arbeiten - mit Ausnahme des Monats August, in Bayern Ferienzeit. In dieser Zeit wollte er gar nicht arbeiten.

Betriebliche Gründe sprechen gegen gewünschte Arbeitszeitreduzierung

Nachdem sein Arbeitgeber den Antrag ablehnte, klagte der Mann. Jedoch ohne Erfolg. Das Gericht urteilte, das Betrieb­liche Gründe gegen die gewünschte Arbeits­zeit­reduzierung sprechen. Der Arbeitgeber hatte festgelegt, dass Arbeit­nehmer zur Ferienzeit im August maximal 10 bis 15 Tage Urlaub nehmen können. Damit sollte sicher­gestellt werden, dass der Betrieb normal weiter­laufen kann.

Gewünschte Arbeitszeitreduzierung widerspricht Konzept der Chancengleichheit auf Urlaub im August

Der Teilzeit­wunsch des Ingenieurs widersprach dem Konzept aber. Er würde verhindern, dass die anderen Mitarbeiter die gleichen Chancen auf Urlaub im August hätten. Damit überwogen die betrieblichen Gründe das persönliche Interesse des Mannes. Zudem hatte der Ingenieur laut Urteil eine unzulässige Rechts­ausübung begangen - weil er mit seinem Teilzeit­begehren die Urlaubs­wünsche anderer beeinflusste.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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