wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht und Steuerrecht | 19.01.2022

Unter­nehmens­übertragung

Ist Unter­nehmen­übertragung an Arbeit­nehmer schenkung­steuerfrei?

Schenkung von GmbH-Anteilen an Angestellte wohl kein Arbeitslohn

(Finanzgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 14.06.2021, Az. 3 V 276/21)

Vielen Unter­nehmens­inhabern fehlt der Nachfolger. Mitunter entscheiden sie sich, die Unternehmen an langjährige Arbeit­nehmer zu übertragen. „In diesem Fall sollte sorgfältig geprüft werden, ob die Befreiungen im Rahmen der Erbschaft- und Schenkung­steuer in Anspruch genommen werden können“, rät Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler.

Werbung

Schwierig ist die Abgrenzung deshalb, weil auch steuer­pflichtiger Arbeitslohn vorliegen kann. Das zeigt eine Ent­scheidung des Finanz­gerichts Sachsen-Anhalt in einem Verfahren über die Aussetzung der Vollziehung (Az.: 3 V 276/21).

Versteuerung von Arbeitslohn scheitert

Im konkreten Fall haben die GmbH-Gesellschafter neben ihrem Sohn fünf leitenden Angestellten Anteile übertragen. Das Finanzamt wertete dies als Lohnsteuer­pflichtigen Arbeitslohn. Das Finanz­gericht hielt es aber für ernstlich zweifelhaft, dass die Über­tragung der Anteile zu steuer­pflichtigem Arbeitslohn führt.

„Ist die Über­tragung an die Angestellten vorbehalt- und bedingungs­los erfolgt, ist die Zuwendung daher nicht der Lohnsteuer, sondern allenfalls der Schenkung­steuer zuzuordnen, wo steuerliche Verschonungen gelten könnten“, so Daniela Karbe-Geßler. Die Ver­steuerung von Arbeitslohn scheitert, weil nicht erkennbar ist, dass eine Entlohnung erfolgen sollte.

Endgültiges Urteil steht noch aus

Wenn die Über­tragung der Anteile von mindestens 25 Prozent im Rahmen der Unternehmens­nachfolge vorliegt, können die Verschonungs­regeln von der Erbschaft- und Schenkung­steuer in Anspruch genommen werden.

Hierfür müssen die Anteile sowie auch die Arbeit­nehmer mindestens fünf Jahre gehalten werden. Es bleibt jedoch noch abzuwarten, ob das Gericht im endgültigen Urteil die Auffassung bestätigt, erklärt Karbe-Geßler. Wird doch Arbeitslohn bei der Über­tragung angenommen, ist eine Steuer­befreiung nicht möglich.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9021

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d9021
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!