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Schadensersatzrecht | 08.02.2016

Hundebiss

Jugendlicher hat nach Biss durch Polizeihund Anspruch auf Schadens­ersatz

Polizist muss Tier auch in Festnahme­situation unter Kontrolle haben

(Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 18.06.2015, Az. 9 U 23/14)

Beißt ein Hund eine Person, erhält der Geschädigte in der Regel von dessen Besitzer Schaden­ersatz. Das kann auch dann der Fall sein, wenn das Tier ein Polizeihund ist, der sich im Einsatz befindet. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Ober­landes­gerichtes Karlsruhe (Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 18.06.2015, Az. 9 U 23/14).

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Polizeihund überwältigt Jugendlichen mit einem Sprung und mehreren Bissen

Im verhandelten Fall saßen Jugendliche in einem Park. Als sie ein Polizeiauto sahen, rannten sie weg. Den Beamten, die gerade nach dem Täter eines Raub­über­falles fahndeten, erschien dies verdächtig. Sie stiegen aus dem Wagen aus und verfolgten die Jugendlichen mit einem Polizeihund. Das Tier überwältigte einen Jugendlichen mit einem Sprung sowie mehreren Bissen. Später stellte sich heraus, dass die Jugendlichen keine Täter waren, sondern nur im Park entspannen wollten.

OLG bejaht Schadensersatzanspruch in Höhe von 2.500 Euro

Die Richter des Ober­landes­gerichts Karlsruhe entschieden, dass der Hunde­führer das Tier auch in einer Festnahme­situation hätte unter Kontrolle haben müssen. Der Polizeihund dürfe nicht wild um sich beißen. Deshalb erhielt der Geschädigte Schaden­ersatz sowie Schmerzens­geld in Höhe von 2.500 Euro.

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Quelle: dpa/DAWR/kg

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