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Familienrecht | 15.01.2021

Körper­verletzung

Kartoffel­werfen ist keine Körper­verletzung

Kartoffel­wurf recht­fertigt kein Annäherungs- und Kontakt­aufnahme­verbot

(Amtsgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 16.11.2020, Az. 456 F 5230/20 EAGS)

Spielende Kinder können laut sein. Eine Nachbarin warf deshalb mit Kartoffeln auf einen Jungen. Muss sie sich deshalb künftig von ihm fernhalten? Nein, sagt ein Gericht.

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Wirft eine Nachbarin mit Kartoffeln auf spielende Kindern, ohne diese zu verletzen, recht­fertigt das kein Annäherungs- und Kontakt­aufnahme­verbot. Das hat das Amtsgericht Frankfurt am Main entschieden (Az.: 456 F 5230/20 EAGS).

Kartoffelwurf auf im Hof spielende Kinder

In dem verhandelten Fall spielte ein Junge mit einem anderen Kind im Hof eines Wohnhauses. Offen­sichtlich fühlte sich eine Nachbarin davon gestört und zeigte ihre Verärgerung, indem sie die Kinder mit Kartoffeln bewarf und einen Jungen dabei am Rücken traf. Außerdem habe sie ihn, so der Junge, bei anderer Gelegenheit am Arm festgehalten und daran gezerrt.

Antrag auf Festsetzung eines Annäherungs- und Kontaktaufnahmeverbots erfolglos

Der Antrag auf Festsetzung eines Annäherungs- und Kontakt­aufnahme­verbots gegen die Frau hatte keinen Erfolg. Eine vor­sätzliche Körper­verletzung konnte das Gericht nicht feststellen. Eine Verletzung sei ein „von den normalen körperlichen Funktionen nicht nur unerheblich ab­weichender Zustand“. Das sei hier nicht der Fall.

Ziehen am Arm stellt keine Freiheitsberaubung oder Bedrohung dar

Ähnlich sahen die Richter das Zerren am Arm. Der Junge habe keine deutlichen Blessuren davon­getragen. Darüber hinaus fehle der erforderliche Vorsatz der Nachbarin, als sie das getan habe. Es handele sich auch nicht um eine Freiheits­beraubung oder Drohung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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