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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 29.03.2016

Flug­verspätung

Kein Anspruch auf Entschädigung bei verspätetem Flug nach Tod eines Passagiers

Bei einem Todesfall handelt es sich um einen außergewöhnlicher Umstand und entbindet Fluggesellschaft von der Zahlungs­pflicht
(Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 27.08.2015, Az. 40 C 287/15)

Stirbt ein Passagier im Flugzeug und kommt es dadurch zu einer massiven Verspätung, steht den anderen Fluggästen keine Ausgleichs­zahlung zu. Ein Todesfall sei ein außergewöhnlicher Umstand, der die Fluggesellschaft von der Zahlungs­pflicht entbindet, entschied das Amtsgericht Düsseldorf (Az.: 40 C 287/15).

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Passagier erleidet Herzinfarkt - Rückflug mit einem Tag Verspätung

In dem verhandelten Fall hatte eine Frau noch vor dem Start im Flugzeug einen Herzinfarkt erlitten und war gestorben. Durch die Behandlung an Bord wurde die maximal zulässige Flugzeit des Piloten überschritten. Der Rückflug konnte erst am Tag darauf erfolgen.

Urteil: Kein Recht auf Ausgleichs­zahlung

Die Airline sei nicht verpflichtet, für einen solchen Fall eine Ersatzcrew im Ausland vorzuhalten, entschied das Gericht. Es widersprach damit dem Kläger, der für die Verspätung eine Ausgleichs­zahlung verlangt hatte.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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