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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 14.01.2016

Schadenersatz

Kein Anspruch auf Schadenersatz beim Verfolgen eines Unfallflüchtigen

Verfolgung von vermeintlichem und tatsächlichem Straftäter ist nicht Sache von Privatpersonen
(AG Bremen, Urteil vom 19.03.2015, Az. 9 C 556/14)

Wer sich beim Verfolgen eines Unfallflüchtigen verletzt, hat keinen Anspruch auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld. Nach Auffassung des Amtsgericht Bremen handelt der Verfolger in diesen Fällen immer auf eigene Gefahr. Denn die Verfolgung vermeintlicher oder tatsächlicher Straftäter ist Sache der Polizei, nicht von Privatpersonen.

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Autofahrer stürzt bei Verfolgung eines Unfallflüchtigen und verlangt Schadenersatz und Schmerzensgeld

Das Amtsgericht Bremen wies mit seinem Urteil die Schadenersatz- und Schmerzensgeldklage eines Autofahrers über rund 3.300 Euro ab. Der Kläger hatte einen Linienbus zu Fuß verfolgt, der angeblich zuvor mit seinem Pkw kollidiert war. Die Busfahrerin hatte dies möglicherweise nicht bemerkt, denn sie fuhr langsam weiter. Beim Versuch, den Bus zu erreichen, stürzte der Kläger.

Gericht sieht keine Rechtsgrundlage für Forderung und weist Klage ab

Das Amtsgericht sah jedoch für die geltend gemachten Forderungen keine Rechtsgrundlage. Der Kläger habe die eigenverantwortliche Entscheidung getroffen, dem Bus nachzulaufen. Daher müsse er auch die Folgen tragen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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