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Arbeitsrecht | 09.11.2021

Arbeits­zeugnis

Kein Anspruch auf gesteigerte Bedauerns­formel im Arbeits­zeugnis

Kein Recht auf gute Wünsche und Bedauern im Arbeits­zeugnis

(Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 15.07.2021, Az. 3 Sa 188/21)

Arbeitgeber müssen im Zeugnis keine Formulierung einfügen, in dem sie den Weggang einer Mitarbeitern „sehr bedauern“. Dabei spielt auch die Gesamt­bewertung eine Rolle, zeigt ein Urteil.

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Die Vorstellungen zu den genauen Formulierungen im Arbeits­zeugnis gehen oft auseinander. Auf eine Schluss­formel, in der die Arbeitgeberin das Ausscheiden einer Mit­arbeiterin „sehr“ bedauert, gibt es jedenfalls keinen Anspruch. Insbesondere dann nicht, wenn das Zeugnis insgesamt nur „gut“ ist. Das zeigt ein Urteil (Az. 3 Sa 188/21) des Landes­arbeits­gerichts München.

Arbeitnehmerin fordert gute Wünsche und Bedauern am Ende des Arbeitszeugnisses

In dem Fall verlangte die Klägerin, dass ihr Arbeits­zeugnis mitunter folgenden Satz in der Schluss­formel enthalten sollte: „... verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch ..., was wir sehr bedauern.“

Kein Anspruch auf persönliche Schlussformel

Die Arbeitgeberin lehnte diese Formulierungen ab. Dem stimmte das Gericht zu. Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer haben nach herrschender Meinung grund­sätzlich keinen Anspruch auf Aufnahme einer persönlichen Schluss­formel in ein Arbeits­zeugnis.

Darüber hinaus argumentierte das LAG in dem Urteil, dass eine solche Bedauerns­formel bei der vorliegenden Bewertung nicht üblich sei. Das Zeugnis war insgesamt „gut“. Die verlangte Formulierung sei als gesteigerte Formel zu verstehen, die der „guten“ Bewertung von Leistung und Verhalten im Zeugnis widersprechen würde.

Private Zukunftswünsche „fehl am Platz“

Auch die Formulierung, die Arbeitgeberin wünsche der scheidenden Mit­arbeiterin „beruflich wie privat alles Gute“ kann die Arbeit­nehmerin laut Urteil nicht einfordern.

Das Zeugnis diene dem beruflichen Fortkommen. Wünsche des Arbeit­gebers in der Schluss­formel erstrecken sich dem Gericht zufolge deshalb nur auf die berufliche Zukunft oder allgemein auf die Zukunft eines Arbeit­nehmers.

Private Zukunfts­wünsche seien im Arbeits­zeugnis dagegen „fehl am Platz“, heißt es im Urteilstext. Das Dokument dient anderen als Entscheidungs­grundlage anlässlich einer Bewerbung

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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