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Schadensersatzrecht | 12.11.2019

Schadens­ersatz

Kein Schadens­ersatz bei selbst­verschuldet verpasstem Flug

Reisende müssen ausreichend Zeit für Kontrollen am Flughafen einplanen

(Landgericht Koblenz, Urteil vom 18.10.2019, Az. 13 S 38/19)

Am Flughafen heißt es oft Schlange stehen. Reisende müssen dafür genug Zeit einplanen. Sonst können sie nicht auf eine Entschädigung pochen, wenn sie den Flieger verpassen.

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Reisende müssen am Flughafen ausreichend Zeit für die Kontrollen einplanen. Verpassen sie ihren Flug, weil sie nicht früh genug erschienen sind, haben sie keinen Anspruch auf Schaden­ersatz. Das geht aus einem Urteil des Land­gerichts Koblenz hervor (Landgericht Koblenz, Urteil vom 18.10.2019, Az. 13 S 38/19).

Flug wegen hohem Passagieraufkommen an der Passkontrolle verpasst

Ein Paar hatte im vergangenen Jahr einen Flug nach Bali verpasst, weil es erst fünf Minuten vor Abflug den Flugsteig erreichte. Den Angaben zufolge war das Ehepaar gut 90 Minuten vor Abflug an der Pass­kontrolle, wo bereits weitere rund 400 Flug­passagiere warteten, die nur von zwei Bundes­polizisten kontrolliert worden seien.

Kläger verlangt Erstattung der Reisekosten

Das Reise­unternehmen zahlte dem Kläger zwar rund 560 Euro zurück, der Mann verlangte jedoch auch den Restbetrag der Reisekosten von insgesamt rund 2.800 Euro.

AG bejaht Anspruch auf Schadensersatz

Das Amtsgericht Westerburg hatte zuvor entschieden, dass der Anspruch auf Schaden­ersatz gerechtfertigt sei. Die Reise sei mangelhaft, weil der Flug nicht stattgefunden habe. Der Reise­veranstalter hatte dagegen Berufung eingelegt.

Reisende für rechtzeitiges Erscheinen am Check-In-Schalter selbst verantwortlich

Das Landgericht schloss sich dem Reise­unternehmen an und wies die Klage ab. Dem Kläger sei in den Reise­unterlagen empfohlen worden, spätestens zwei Stunden vor Abflug am Check-in-Schalter zu sein, erklärte das Gericht in seiner Urteils­begründung.

LG: Reisende müssen sich vor Abflug selbst über Formalitäten informieren

Der Kläger hatte bestritten, diese Unterlagen erhalten zu haben. Nach Ansicht des Gerichts entlastete ihn das jedoch nicht. Er hätte demnach die Verpflichtung gehabt, sich beim Flughafen­betreiber zu erkundigen. Er habe das Risiko in Kauf genommen, nicht genug Zeit zu haben. Die Entscheidung ist rechts­kräftig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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