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Mietrecht | 04.12.2018

Haftung des Vermieters

Kein Schmerzens­geld für schreck­haften Mieter

Kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen herabfallendem Rollo und Verletzung des Mieters

(Landgericht Nürnberg-Fürth, Beschluss vom 18.07.2018, Az. 7 S 5872/17)

Vermieter haften in bestimmten Fällen für Schäden, die von Mängeln an der Immobilie ausgehen. Diese Haftung ist allerdings begrenzt, so ein Urteil des Land­gerichts Nürnberg-Fürth (Az.: 7 S 5872/17). Das allgemeine Lebens­risiko trägt demnach weiterhin der Mieter.

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In dem Fall hatte das Landgericht die Klage einer Mieterin zurück­gewiesen.

Mieterin erschrickt durch herabfallendes Rollo

Die Frau hatte sich erschreckt, als ein Rollo der von ihr genutzten Doppelhaus­hälfte zu Boden fiel. Dadurch war sie gestürzt und hatte sich eine Hand­verletzung zugezogen. Nach dem Unfall verlangte sie von der Vermieterin Schmerzens­geld. Die Mieterin hatte die Eigentümerin wenige Wochen zuvor über die nicht ordnungs­gemäß funktionierenden Rollos informiert.

Vermieter muss kein Schmerzensgeld zahlen

Die Richter lehnten die Forderung aber ab. Die Verletzung sei durch eine Über­reaktion der Mieterin und nicht ursächlich durch das Rollo beziehungs­weise den Mietmangel verursacht worden. Anders wäre die Sache zu beurteilen gewesen, wenn das Rollo auf den Mieter gefallen wäre und so den Sturz verursacht hätte.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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