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Familienrecht | 03.02.2021

Umgangs­recht

Keine Ein­schränkung des Umgangs­rechts wegen Corona

Umgang zwischen dem nicht betreuenden Elternteil und dem Kind gehört zum absolut notwendigen Minimum sozialer zwischen­menschlicher Kontakte

(Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Beschluss vom 08.07.2020, Az. 1 WF 102/20)

Darf ein Elternteil sein Kind in diesen Zeiten weiter sehen, auch wenn er in einem anderen Haushalt lebt? Ja, sagt ein Gericht. Denn die Pandemie recht­fertigt es nicht, den Umgang auszusetzen.

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Auch wenn wegen der Corona-Pandemie Kontakt­beschränkungen gelten: Ein Elternteil darf dem anderen nicht den Umgang mit dem gemeinsamen Kind verwehren. Das hat das Oberlandes­gericht Frankfurt am Main entschieden (Az.: 1 WF 102/20).

Streit um Kontakteinschränkung

In dem Fall existierte eine vor der Pandemie geschlossene Umgangs­regelung, nach der der Vater sein Kind regelmäßig an den Wochenenden sehen darf. Sollte dies nicht eingehalten werden, drohen Ordnungs­mittel.

Telefonate und Balkon als Ersatz für persönlichen Umgang

Seit Beginn der Pandemie im März 2020 hatte die Mutter persönliche Treffen ausgesetzt. Sie schlug vor, dass der Vater das Kind über den Balkon sehen oder mit ihm telefonieren könne. Ihre Begründung: Die neue Patchwork­familie des Vaters führe zu einem Kontakt mit einem größeren Personen­kreis. Sie selbst habe eine Lungen­vorerkrankung. Nach­holtermine für persönliche Treffen könne man gerne vereinbaren.

Vater klagte gegen Beschränkung des Umgangs

Hiergegen wendete sich der Vater. Von der Vor­erkrankung wisse er nichts. Er sei bereit, alle Hygiene­standards bei Besuchen zu beachten und täglich Fieber zu messen. Zwei Monate fanden trotzdem keine Treffen mit dem Kind statt. Gegen die Mutter wurde daraufhin ein Ordnungs­geld von 300 Euro verhängt. Ihre sofortige Beschwerde blieb erfolglos.

Pandemie kein Grund für Änderungen einer Umgangsentscheidung

Ein Elternteil sei nicht berechtigt, eine Umgangs­entscheidung abzuändern oder auszusetzen, so die Richter. Daran ändere auch die Pandemie nichts. Die Kernfamilie sei von der Empfehlung, soziale Kontakt zu vermeiden, gerade nicht umfasst - selbst wenn die Eltern in verschiedenen Haushalten leben.

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Kontakte zum anderen Elternsteil wichtig

Der Umgang des anderen Elternteils mit dem Kind gehöre zum absolut notwendigen Minimum sozialer Kontakte. Er sei wichtig, um der Entfremdung des Kindes von seinem Elternteil vorzubeugen. Da in der Familie weder Symptome aufgetreten waren, noch eine Quarantäne behördlich angeordnet wurde, gelte für den vorliegenden Fall nichts anderes.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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