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Steuerrecht | 17.03.2021

Spekulations­steuer

Keine „Spekulations­steuer“ auf häusliches Arbeits­zimmer

BFH hat nun die Gelegenheit, die Streitfrage höchstrichterlich zu klären

(Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 23.07.2019, Az. 5 K 338/19)

Wer seine Immobilie verkauft, in der sich auch sein Arbeits­zimmer befindet, muss den Veräußerungs­erlös für diesen Raum nicht versteuern. Sieht der Bundes­finanz­hof das auch so?

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Verkaufen Eigentümer ihr selbst genutztes Wohnhaus oder ihre Eigentums­wohnung, brauchen sie auf den Gewinn keine Einkommen­steuern zahlen. Diese Regel gilt auch dann, wenn sich ein häusliches Arbeits­zimmer in der Wohnung befand und dieses in den Vorjahren von der Einkommen­steuer abgesetzt wurde, entschied das Finanz­gericht Baden-Württemberg (Az.: 5 K 338/19).

Urteil mit immenser Bedeutung für Eigenheimverkäufer

„Das Urteil hat immense Bedeutung für viele Eigenheim­verkäufer, die innerhalb der sogenannten Spekulations­frist verkaufen“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Im konkreten Fall nutzte eine Lehrerin einen Raum ihrer Eigentums­wohnung als häusliches Arbeits­zimmer und machte dies in ihren Steuer­erklärungen geltend.

Finanzamt verlangte Einkommensteuer

Nach etwa fünf Jahren verkaufte sie die Wohnung mit Gewinn. Für den Gewinn­anteil, der auf das Arbeits­zimmer entfiel, verlangte das Finanzamt Einkommen­steuer, weil die zehnj­ährige Spekulations­frist für Immobilien noch nicht abgelaufen war.

FG entschied zugunsten der Lehrerin

Das Arbeits­zimmer sei Teil der Privat­wohnung und kann nicht unabhängig von dem Rest der Wohnung verkauft werden. Deshalb sei keine Aufteilung des Kaufpreises in privat und beruflich vorzunehmen.

BFH Anhängiges Verfahren

Der Bundes­finanz­hof wird in diesem Jahr abschließend über den Fall entscheiden, wie aus der jetzt veröffentlichten Jahres­vorschau des Gerichts hervorgeht (Az.: IX R 27/19). Betroffene Arbeit­nehmer können sich auf den Steuerfall berufen und gegen ihren Einkommen­steuer­bescheid Einspruch einlegen, wenn das Finanzamt den Veräußerungs­erlös für das Arbeits­zimmer versteuert.

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Spekulationssteuer vermeiden

„Wer sich nicht auf Streitig­keiten mit dem Finanzamt einlassen und die Spekulations­steuer vermeiden will, sollte die Immobilie mit dem Arbeits­zimmer frühestens nach zehn Jahren verkaufen“, so Klocke. Dann bleibt der Verkaufs­erlös bei einem Privathaus meist steuerfrei.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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