wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Immobilienrecht, Mietrecht und Schadensersatzrecht | 29.05.2019

Immobilien­kauf

Keine Vermittlung falscher Vorstellungen: Immobilien­makler dürfen nicht zu viel versprechen

Für den Kauf­abschluss wesentliche Auskünfte müssen richtig sein

(Oberlandesgericht Brandenburg, Urteil vom 29.01.2019, Az. 6 U 65/17)

Immobilien­kauf ist Vertrauens­sache. Allerdings ist zu viel Vertrauen für Käufer auch nicht gut. Denn Makler müssen zwar richtige Angaben über das Objekt machen. Allerdings dürfen sie sich dabei auf die Informationen des Verkäufers verlassen.

Werbung

Keine Frage: Makler wollen Verkaufs­objekte immer in das beste Licht setzen. Allerdings dürfen sie ihren Kunden keine falschen Vorstellungen vermitteln, entschied das Oberland­gerichts Brandenburg (Az.: 6 U 65/17). Die für den Kauf­abschluss wesentlichen Auskünfte müssen richtig sein. Fehlen dem Makler erforderliche Informationen oder ist die Grundlage gegebener Informationen unsicher, muss der Makler dies offenlegen.

Streit zwischen Maklerin und Käuferin

In dem verhandelten Fall wollte eine Käuferin Schaden­ersatz in Höhe von rund 45.000 Euro von einer Immobilien­maklerin. Sie wiederum wollte vor Gericht ihren Provisions­anspruch in Höhe von etwa 10.000 Euro durchsetzen. Der Grund für die Klage: Da das Objekt unweit des Flughafens lag, waren der Käuferin Schall­schutz­maßnahmen sehr wichtig. Ein Mitarbeiter der Maklerin stellte entsprechende Maßnahmen in Aussicht. Tatsächlich erhielt der Verkäufer einen finanziellen Ausgleich für den Schall­schutz. Das Geld behielt er aber für sich.

Verwirkung des Maklerlohns nur bei einer schwerwiegenden Treuepflichtverletzung möglich

Vor Gericht hatte die Klägerin keinen Erfolg. Eine Verwirkung des Maklerlohns komme nur bei einer schwerwiegenden Treue­pflicht­verletzung in Betracht, erklärten die Richter. Hier habe sich der Makler auf die Informationen des Verkäufers gestützt. Solche Informationen müsse ein Makler grund­sätzlich nicht prüfen. Denn er dürfe darauf vertrauen, dass die Angaben richtig sind. Der Kunde wiederum müsse grund­sätzlich davon ausgehen, dass in dem Exposé des Maklers enthaltene Aussagen über das Objekt nur Angaben der Verkäufer­seite wiedergeben. Im Zweifel müsse er selber Nach­forschungen anstellen.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6511

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6511
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!