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Schadensersatzrecht und Verkehrsrecht | 11.10.2019

Unfall

Kollision mit Gegen­verkehr: Bei Verkehrs­unfall droht alleinige Haftung

Verstoß gegen das Rechts­fahrgebot begründet alleinige Haftung

(Landgericht Itzehoe, Urteil vom 29.03.2019, Az. 3 O 41/19)

Wer auf die Gegenspur gerät, bringt sich und andere in Gefahr. Entsprechend eindeutig ist die Haftungs­frage im Fall einer Kollision. Auch wenn das andere Fahrzeug viel größer ist.

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Auf der eigenen Spur zu bleiben, ist eine der wichtigsten Sicherheits­regeln im Straßen­verkehr. Verstößt man gegen dieses Rechts­fahrgebot, haftet man bei einem Zusammen­stoß mit dem Gegen­verkehr unter Umständen allein - auch wenn es sich bei dem anderen Fahrzeug um einen Lkw handelt. Dies zeigt ein Urteil des Land­gerichts Itzehoe (Az.: 3 O 41/19).

Kollision von Wohnmobil und Lastwagen

Im konkreten Fall war ein Wohnmobil auf einer Landstraße mit einem Lastwagen kollidiert, der auf der Gegenspur unterwegs war. Nach dem Unfall zahlten die Versicherungen je 50 Prozent des Schadens. Dagegen klagte der Lkw-Fahrer und forderte den vollen Schaden­ersatz: Er sei ausgewichen und habe den Unfall dennoch nicht vermeiden können.

Verstoß gegen Rechtsfahrgebot durch den Fahrer des Wohnmobils

Das Gericht gab ihm Recht. Denn die Beweis­aufnahme ergab, dass der Fahrer des Wohnmobils gegen das Rechts­fahrgebot verstoßen habe. Auf Fotos sei durch Reifen­spuren erkennbar, dass der Lastwagen im Bereich der Kollision neben der Fahrbahn im Grün­streifen gefahren war. Durch die Ausmaße der Fahrzeuge ergebe sich eindeutig, dass sich das Wohnmobil auf der Fahrspur des Lkw befunden haben musste.

Betriebsgefahr spielt in dem Fall keine Rolle

Entsprechend treffe den Wohnmobil­fahrer die alleinige Schuld. Zwar gehe von einem Lkw eine größere Betriebs­gefahr aus. Diese müsse aber vollständig hinter dessen Fehl­verhalten zurück­treten.

Das Gericht hielt fest: Das Rechts­fahrgebot einzuhalten, sei eine grund­legende und wichtige Sorgfalts­anforderung im Straßen­verkehr. Ein Verstoß sei schwer­wiegend und führe dazu, dass die Betriebs­gefahr des anderen Beteiligten vollständig zurück­tritt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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