wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Bitte benutzen Sie zum Drucken dieser Seite die Druckfunktion Ihres Browsers!
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Steuerrecht | 03.03.2021

Einkommen­steuer­erklärung

Kosten für Pflege-WG sind steuerlich absetzbar

Unterbringungs­form nicht entscheidend

Wer aus gesundheitlichen Gründen in eine Pflege-WG zieht, kann diese Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen absetzen, entschied das Finanz­gericht Köln. Jetzt liegt der Fall dem Bundes­finanz­hof vor.

Die Kosten für die Unter­bringung in einem Pflegeheim können in der Einkommen­steuer­erklärung als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. „Sofern der Umzug aus Krankheits- oder Pflege­gründen erfolgte“, konkretisiert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Aktuell berücksichtigen die Finanz­ämter die Ausgaben jedoch nur, wenn der Pflege­bedürftige tatsächlich in einem Heim oder in einer vergleichbaren Einrichtung mit umfassenden Pflege­angebot untergebracht ist. Entscheidet sich der Pflege­bedürftige für eine sogenannte Pflege-WG, muss aber auch das steuerlich berücksichtigt werden, urteilte das Finanz­gericht Köln (Az.: 3 K 1858/18).

Finanzamt strich die Ausgaben für die Wohnkosten

Im Streitfall klagte ein Ehepaar gegen seinen Einkommen­steuer­bescheid, weil das Finanzamt die Kosten für die Unter­bringung des Ehemannes in einer Pflege-WG nicht anerkennen wollte. Der Kläger erlitt bei einem Motorrad­unfall schwere Verletzungen und ist seitdem als pflege­bedürftig (Pflegegrad 4).

Aufgrund seines noch jungen Alters entschied sich das Paar für eine Pflege in einer Wohn­gemeinschaft. Dazu mietete es Wohnraum in einer Pflege-WG an. Für die Versorgung des individuellen Bedarfs - also die Pflege und Betreuung - beauftragte der Kläger weitere Dienst­leister. Weil Unter­bringung und Pflege nicht aus einer Hand erfolgten, strich das Finanzamt die Ausgaben für die Wohnkosten.

Unterbringungsform nicht relevant

Das sah das Finanz­gericht anders: Die Unterbringungs­form ist nach Ansicht des Gerichts nicht entscheidend. Deshalb können die Unterkunfts­kosten für die Pflege-WG, abzüglich einer pauschalen Haushalts­ersparnis, steuer­mindernd angesetzt werden.

Urteil nicht rechtskräftig

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechts­kräftig, weil das Finanzamt Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt hat (Az.: VI R 40/20). Betroffene können das laufende Gerichts­verfahren für sich nutzen. „Streicht das Finanzamt die Ausgaben für die Unterkunft, lohnt sich ein Einspruch mit Hinweis auf das Verfahren beim Bundes­finanz­hof“, so Klocke. Wann die vom Bund der Steuer­zahler unterstützte Musterklage entschieden wird, ist noch offen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8073

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8073
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!