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Steuerrecht | 22.07.2021

Einkommen­steuer­erklärung

Kosten für Pflegekraft bei der Steuer absetzen

Für zumutbare Eigen­belastung kann eine Steuer­vergünstigung für „haushaltsnahe Dienst­leistungen“ beansprucht werden

(Bundesfinanzhof, Urteil vom 16.12.2020, Az. VI R 46/18)

Ausgaben für haushaltsnahe Dienst­leistungen können in der Einkommen­steuer­erklärung abgezogen werden. Das gilt nach einem Urteil des Bundes­finanz­hofs auch bei Pflege­heim­bewohnern. (Az.: VI R 46/18)

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An den Kosten für Dienst­leistungen im privaten Haushalt kann man das Finanzamt beteiligen. Dies gilt auch bei einer Unter­bringung im Pflegeheim. Voraussetzung: die Aufwendungen wurden nicht bereits an anderer Stelle, etwa als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuer berücksichtigt.

BFH-Urteil sorgt für Klarheit

Umstritten war, was für Ausgaben gilt, die zwar grund­sätzlich als außergewöhnliche Belastungen abzugs­fähig sind, sich aufgrund der sogenannten zumutbaren Eigen­belastung aber nicht steuer­mindernd ausgewirkt haben. „Jetzt sorgt ein Urteil des Bundes­finanz­hofs für Klarheit“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Streit Anerkennung der Aufwendungen für die Heimunterbringung

Im konkreten Streitfall klagte eine ältere Dame, die krankheits­bedingt im Heim wohnte, gegen ihren Steuer­bescheid. Sie verlangte, die Aufwendungen für die Heim­unter­bringung als außergewöhnliche Belastung in ihrer Einkommen­steuer­erklärung anzuerkennen.

Allerdings werden solche außergewöhnlichen Kosten nur teilweise berücksichtigt, denn ein gewisser Eigenanteil - die zumutbare Eigen­belastung - wird nicht anerkannt. Sie verlangte für den Betrag, der aufgrund der zumutbaren Eigen­belastung nicht abzugs­fähig war, den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienst­leistung.

BFH: Ausgaben als haushaltsnahe Dienstleistungen steuermindernd anzuerkennen

Der Bundes­finanz­hof folgte der Auffassung der Klägerin: Dieser Teil der Ausgaben muss vom Finanzamt als haushaltsnahe Dienst­leistungen steuer­mindernd anerkannt werden.

20 Prozent abziehbar

„Mit dem Steuerbonus für haushaltsnahe Dienst­leistungen können 20 Prozent der Kosten, etwa für Pflegedienst­leistungen, Putzhilfe oder Gärtner, steuer­mindernd abgezogen werden, maximal 4.000 Euro pro Jahr“, erklärt Klocke. Wichtig: Es muss eine Rechnung dazu vorliegen und der Rechnungs­betrag darf nicht bar bezahlt werden. Die Kosten werden dann in dem Steuer­formular „Haushaltsnahe Dienst­leistungen“ eingetragen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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