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Steuerrecht | 09.03.2016

Arbeits­zimmer

Kosten für ein Arbeits­zimmer sind von der Steuer absetzbar

Arbeits­zimmer darf nicht für private Zwecke genutzt werden

(Bundesfinanzhof, Beschluss vom 27.07.2015, Az. 1 GrS 1/14)

Die Kosten für ein häusliches Arbeits­zimmer können Arbeit­nehmer beim Finanzamt absetzen. Allerdings nur unter strengen Voraus­setzungen. Das Finanzamt erkennt das Arbeits­zimmer meist nur an, wenn es sich um einen abgeschlossen Raum handelt, das wie ein Büro eingerichtet ist und fast nicht privat benutzt wird. Das geht aus einem Urteil des Bundes­finanzhofes hervor (Az.: 1 GrS 1/14). Steuer­zahler, die ihr Arbeits­zimmer bisher absetzen konnten, sollten sich von dem Urteil nicht verunsichern lassen. In der Regel könnten sie das häusliche Büro auch weiterhin ansetzen.

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Im Einzelnen gilt:

Kann der Steuer­zahler nachweisen, dass ihm für seine Tätigkeit kein anderer Arbeits­platz zur Verfügung steht, darf er bis zu 1250 Euro im Jahr beim Fiskus angeben. Das trifft häufig etwa auf Lehrern oder Außen­dienst­mitarbeitern zu.

Wer ausschließlich von zu Hause arbeitet, kann die Kosten unbegrenzt absetzen

Unbegrenzt absetzbar sind die Kosten für das häusliche Arbeits­zimmer, wenn der Raum den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet. Das ist typischer­weise bei Frei­beruflern der Fall, denn sie arbeiten meist zu Hause und fahren nur zum Kunden.

Wer sein Arbeits­zimmer häufig auch privat nutzt, bekommt die Kosten für den Raum nicht anerkannt. Das gilt auch für Arbeits­ecken, die man im Wohn- oder Schlaf­zimmer eingerichtet hat.

Aber auch Arbeitsmittel sind von der Steuer absetzbar

Doch auch ohne häusliches Arbeits­zimmer wirken sich Arbeits­mittel wie Computer, Schreib­tisch oder Bürostuhl steuer­mindernd aus. Hat der Gegenstand weniger als 410 Euro netto gekostet, können ihn Steuer­zahler direkt im jeweiligen Jahr absetzten. Bei teureren Arbeits­mitteln muss der Gegenstand über mehrere Jahre abgeschrieben werden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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