wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Bitte benutzen Sie zum Drucken dieser Seite die Druckfunktion Ihres Browsers!
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer NĂ€he.Nutzen SĂ­e Ihr Recht!

Mietrecht | 16.02.2021

Instand­setzungs­maßnahmen

Krankem Mieter ist Instand­setzung nicht immer zumutbar

LG Hamburg setzt Duldungs­pflicht des Mieters aus

(Landgericht Hamburg, Urteil vom 14.07.2020, Az. 316 S 15/20)

Will ein Vermieter in der Wohnung Dinge instand setzen, muss der Mieter die dazu notwendigen Arbeiten hinnehmen. Dass das aber nicht in jedem Fall gilt, hat ein Gericht entschieden.

Manche Instand­setzungs­maßnahmen verursachen eine Menge LĂ€rm und Schmutz. Mitunter wird eine Mietwohnung sogar unbewohnbar fĂŒr die Zeit der Bauarbeiten. MĂŒssen Mieter das dulden? Grund­sĂ€tzlich schon, aber es gibt Ausnahmen, wie das Urteil des Land­gerichts Hamburg (Az.: 316 S 15/20) zeigt. Einem schwer kranken Mieter sind schwere Arbeiten nicht ohne Weiteres zuzumuten.

Umzug aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht möglich

Im konkreten Fall hatte der Vermieter angekĂŒndigt, dass er Instand­setzungs­maßnahmen durchfĂŒhren möchte. Die Arbeiten sollten etwa acht Tagen dauern. Der Mieter hĂ€tte fĂŒr diese Zeit auf Kosten des Vermieters in einem Hotel wohnen mĂŒssen. Der Mieter erklĂ€rte aber, er sei aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes und der persönlichen VerhĂ€ltnisse nicht in der Lage, fĂŒr diesen Zeitraum die Wohnung zu verlassen.

Schwere Krankheit lÀsst Duldungspflicht entfallen

Das Gericht gab dem Mieter in diesem Fall Recht: Da er in einem schlechten Allgemein­zustand war, bestehe die Duldungs­pflicht des Mieters, zumindest zurzeit, nicht. Umfangreiche Therapien, die sein Immunsystem angriffen, stellten inmitten der Pandemie eine weitere BeeintrĂ€chtigung dar. Sollten sich der Zustand des Mannes oder die allgemeinen UmstĂ€nde allerdings Ă€ndern, könne eine andere Ent­scheidung in Betracht kommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausfĂŒhrlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8023

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8023
 fĂŒr RechtsanwĂ€lteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!