wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Krankenkassenrecht und Sozialversicherungsrecht | 17.11.2020

Behandlungs­kosten

Kranken­kasse muss Therapie­kosten bei Leistungs­ablehnung nach Falsch­diagnose erstatten

Ablehnung der Leistung war rechts­widrig

(Hessisches Landessozialgericht, vom 10.09.2020, Az. L 8 KR 687/18)

Die Übernahme von Behandlungs­kosten sorgt immer wieder für Streit zwischen Patienten und Kranken­kassen. Ein besonderer Fall ist vor dem Landes­sozial­gericht Hessen gelandet.

Werbung

Nur wenn Medikamente für eine Erkrankung zugelassen sind, müssen Kranken­kassen in der Regel die Kosten dafür übernehmen. Doch was ist, wenn die ursprüng­liche Diagnose der Ärzte falsch ist und sich später zeigt, dass das Arznei­mittel für die tatsächliche Erkrankung zugelassen ist? Dann muss die Kasse auch rückwirkend zahlen, wie ein Urteil des Landes­sozial­gerichts Hessen zeigt (Az.: L 8 KR 687/18).

Krankenkasse lehnte Immunglobulin-Therapie ab

Im konkreten Fall ging es um einen Mann, bei dem zunächst eine Ganglien­entzündung diagnostiziert wurde. Die Ärzte wollten ihn mit Immung­lobulinen behandeln. Doch die Kasse lehnte die Kosten dafür ab. Begründung: Das Medikament sei dafür nicht zugelassen. Der gesetzlich kranken­versicherte Mann ließ sich auf eigene Kosten behandeln. Dann stellte sich heraus: Es steckte eine autoimmun bedingte Entzündung der Spinalhinter­wurzel hinter seinen Beschwerden. Für diese Erkrankung sind Immung­lobuline zur Behandlung zugelassen.

Krankenkasse ist zur Kostenübernehme verpflichtet

Der Mann klagte auf Kosten­übernahme - und hatte Erfolg. Die Kasse musste ihm rund 35.000 Euro zahlen. Ihre Argumentation, dass der Mann erst ab dem Zeitpunkt der geänderten Diagnose Anspruch auf Erstattung habe, ließ das Landes­sozial­gericht nicht gelten. Die Ablehnung einer Leistung bleibe auch dann rechts­widrig, wenn diese Rechtswidrigkeit sich erst im Verlauf des Verfahrens zeige.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#7812

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d7812
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!