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Arbeitsrecht | 12.08.2019

Kündigung

Kündigung durch Mitarbeiter kein Grund für Kündigung durch Arbeitgeber

Kündigung wegen Abkehr­willens nur im Ausnahmefall zulässig

(Arbeitsgericht Siegburg, Urteil vom 17.07.2019, Az. 3 Ca 500/19)

Kann ein Arbeitgeber eine frühere Kündigung aussprechen, weil ein Arbeit­nehmer gekündigt hat? Nein. Denn der Abkehrwille des Mitarbeiters ist noch keine gerecht­fertigte Begründung, zeigt ein Urteil.

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Kündigt ein Arbeit­nehmer, ist das kein Grund für den Arbeitgeber, seinerseits eine Kündigung mit kürzerer Frist auszusprechen. Das geht aus einem Urteil des Landes­arbeits­gerichts Siegburg hervor (Az.: 3 Ca 500/19).

Kündigung wegen Jobwechsels

In dem Fall ging es um einen Mitarbeiter, der seit 2016 als Teamleiter bei seinem Arbeitgeber beschäftigt war. Er informierte seinen Arbeitgeber, einen neuen Job antreten zu wollen und kündigte am 22. Januar 2019 zum 15. April 2019.

Kündigung wegen Abkehrwillens

Wie das Gericht mitteilte, kündigte daraufhin der Arbeitgeber wiederum dem Angestellten zum 28. Februar 2019. Grund dafür war der in der Kündigung des Mitarbeiters zum Ausdruck gekommene Abkehr­willen - also sein Wunsch, das Arbeits­verhältnis eigenständig zu beenden und einen neuen Job zu finden.

ArbG: Abkehrwillen kann Kündigung nur im Ausnahmefall rechtfertigen

Der Angestellte klagte und bekam vor dem Arbeits­gericht Siegburg Recht. Für die Richter gab es keine zu recht­fertigenden Gründe für die frühere Kündigung. Zwar könne der Abkehrwille eines Arbeit­nehmers im Ausnahmefall eine betriebsbedingte Kündigung recht­fertigen. Das sei aber nur dann möglich, wenn Schwierig­keiten mit der Nach­besetzung der Stelle zu erwarten sind und der Arbeitgeber gerade eine schwer zu findende Ersatzkraft gefunden hat.

Keine neue Mitarbeitersuche notwendig

Nach Auffassung des Gerichts war das im vorliegenden Fall nicht nötig. Die Firma konnte auf eine bereits bei ihr beschäftigte Mit­arbeiterin zurück­greifen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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