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Arbeitsrecht | 14.09.2017

Betrug

LAG Düsseldorf: Kassiererin muss Schaden bei professionellem Betrug nicht ersetzen

Angestellte handelte bei telefonischer Herausgabe von Prepaid-Codes nicht grob fahrlässig

(Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 29.08.2017, Az. 14 Sa 334/17)

Wer im Job auf Betrüger hereinfällt, muss für den Schaden nur bei grober Fahrlässigk­eit aufkommen. Die tritt eventuell auch dann nicht ein, wenn jemand gegen ausdrückliche Betriebs­anweisungen verstößt - etwa dann, wenn die Betrüger sehr geschickt vorgehen oder technische Schutz­maßnahmen gegen Betrug versagen. Das geht aus einem Urteil des Landes­arbeits­gerichts Düsseldorf hervor (Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 29.08.2017, Az. 14 Sa 334/17).

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Kassiererin fällt auf Betrüger rein

In dem verhandelten Fall ging es um eine Kassiererin in einer Tankstelle, die unter anderem Prepaid-Karten für Handys verkaufte. An einem Abend rief bei ihr jemand an, der sich als Mitarbeiter einer Telefon­gesellschaft ausgab: Wegen einer System­umstellung würden alle Prepaid-Karten ausgetauscht, dafür werde in Kürze ein Kollege anrufen und die Codes aller Karten in der Tankstelle erfragen. Minuten später rief tatsächlich ein zweiter Mann an. Die Kassiererin scannte daraufhin alle Karten ins System und gab die Codes telefonisch durch, insgesamt 124 Stück mit einem Gesamtwert von 3.720 Euro.

Kassiererin durfte von Richtigkeit der Anrufe ausgehen

Die Versicherung erstattete der Tankstellen-Inhaberin den Schaden, zog dann aber gegen die Kassiererin vor Gericht - ohne Erfolg. Während ihrer Ein­arbeitung sei die Kassiererin zwar angewiesen worden, Prepaid-Codes nicht am Telefon heraus­zugeben. Die Betrüger hätten jedoch professionell gehandelt, so das Gericht, unter anderem durch den doppelten Anruf und mit dem Vortäuschen einer falschen Telefon­nummer. Außerdem hätte das System die Kassiererin beim Scannen der Codes eigentlich vor der telefonischen Herausgabe warnen müssen. Das sei aber nicht passiert.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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