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Arbeitsrecht | 11.07.2018

Spontan-Urlaub

LAG Düsseldorf: Spontan-Urlaub recht­fertigt fristlose Kündigung

Kündigung wegen Verletzung der vertraglichen Pflicht zur Arbeit ist rechtmäßig

(Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom10.07.2018, Az. 8 Sa 87/18)

Spontaner Urlaub ohne Genehmigung des Arbeit­gebers recht­fertigt eine fristlose Kündigung. Darauf hat das Landes­arbeits­gericht in Düsseldorf hingewiesen. Anlass war der Fall einer jungen Controllerin, die zum bestandenen Studium von ihrem Vater einen Kurzurlaub geschenkt bekommen hatte. Das kostete sie letztlich ihren Arbeits­platz (Az.: 8 Sa 87/18).

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Arbeitgeber per E-Mail über „Spontan-Urlaub“ informiert

Der Vater hatte ihr unmittelbar im Anschluss an ihre letzte Prüfung im berufsb­egleitenden Studium eine Woche Mallorca-Urlaub spendiert. Daraufhin hatte die Frau ihren Arbeitgeber per Email zwei Stunden nach ihrem eigentlichen Dienst­beginn über ihren „Spontan-Urlaub“ informiert. Zugleich hatte sie sich für die Über­rumpelung entschuldigt. Sie sei von ihrem Vater überrascht worden.

Nachträgliche Genehmigung des Urlaubs abgelehnt

Der Vorgesetzte hatte die Nach­trägliche Genehmigung des Urlaubs aber abgelehnt. Ihre Anwesenheit sei dringend erforderlich. Einen Tag später hatte die Urlauberin geantwortet, sie sei bereits seit dem Wochenende auf Mallorca und könne nicht ins Büro kommen. Daraufhin war ihr gekündigt worden.

„Die falschen Prioritäten gesetzt“

Vergeblich wehrte sich die Frau vor Gericht gegen die Kündigung. Sie habe die falschen Prioritäten gesetzt und ihre vertragliche Pflicht zur Arbeit beharrlich verletzt, so das Gericht. Die Parteien einigten sich auf eine frist­gerechte Kündigung und eine kleine Abfindung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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