wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Arbeitsrecht | 19.03.2021

Arbeits­unfähigkeit

LAG Köln: Krank­geschriebene können privaten Tätigk­eiten nachgehen

Vor­getäuschte Arbeits­unfähigkeit nicht bewiesen

(Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 10.12.2020, Az. 8 Sa 491/20)

Müssen Beschäftigte im Bett ruhen, wenn sie krank­geschrieben sind? Nein. Aber was, wenn sie dabei beobachtet werden, wie sie Pizza­kartons falten? Eine Kündigung recht­fertigt das nicht.

Werbung

Wer während einer Krank­schreibung privaten Tätigk­eiten nachgeht, muss nicht gleich eine Kündigung fürchten. Das zeigt ein Urteil des Landes­arbeits­gerichts Köln (Az. 8 Sa 491/20). Das Gericht hatte entschieden: Einem Bekannten zu helfen, Pizza­kartons ins Auto zu laden, erschüttert den Beweiswert einer Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung nicht.

Kündigung wegen nicht genehmigten Nebentätigkeit während einer Krankschreibung

Die Richter verhandelten den Fall eines Lageristen. Er hatte von seinem Arbeitgeber eine Kündigung erhalten, weil er während einer rund zwei­wöchigen Arbeits­unfähigkeit dabei beobachtet worden war, wie er Pizza­kartons in einen Lieferwagen packte.

Arbeitgeber vermutete Vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit

Der Arbeitgeber war der Meinung, der Lagerist sei einer nicht genehmigten Neben­tätigkeit nachgegangen und vermutete, dass die Krank­meldung nur vor­getäuscht war. Der Arbeit­nehmer wehrte sich gegen die Kündigung. Er habe nur für kurze Zeit einem Freund geholfen.

LAG verneint Wirksamkeit der Kündigung

Das Gericht entschied: Die Kündigung ist unwirksam. Der Arbeitgeber habe die Beweiskraft der AU-Be­scheinigung nicht erschüttert. Für die Behauptungen, der Beschäftigte sei einer Neben­tätigkeit nachgegangen, gebe es ebenfalls keine überzeugenden Beweise.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  3 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8122

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8122
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!