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Arbeitsrecht | 16.07.2019

Kündigung

LAG Köln: Mangelnde Sprach­kenntnisse recht­fertigen nicht zwingend eine Kündigung

Wunsch nach guten Fremd­sprach­kenntnisse kein dringender betrieblicher Kündigungs­grund

(Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 14.03.2019, Az. 6 Sa 489/18)

Job-An­forderungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Wegen mangelnder Fremd­sprachen­kenntnisse können Arbeit­nehmer aber nicht in jedem Fall gekündigt werden. Das ist nur gerechtfertigt, wenn die Kenntnisse zwingend erforderlich sind.

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Ändern sich die Anforderungen eines Arbeits­verhältnisses im Laufe der Anstellung, können fehlende Fremd­sprach­kenntnisse eine personen­bedingte Kündigung recht­fertigen. Das gilt allerdings nur, wenn etwa gutes Englisch für die Tätigkeit zwingend erforderlich und nicht nur wünschensw­ert ist. Das geht aus einem Urteil des Landes­arbeits­gerichts Köln (Az.: 6 Sa 489/18) hervor.

Kündigung wegen mangelnder Sprachkenntnisse

Im konkreten Fall ging es um eine Buch­halterin in einer Wirtschafts­prüfungsgesellschaft. Der Arbeitgeber kündigte der Frau, weil er sie in der Folge größerer Umstrukturierungen seiner Ansicht nach nicht mehr einsetzen konnte. Der Frau fehlten seiner Ansicht nach die für die Arbeit nötigen Englisch­kenntnisse in Wort und Schrift. Die zu erledigenden Aufgaben hätten sich zwar nicht geändert, aber die Anforderungen an die Stelle im Rahmen der Um­struktu­rierung.

LAG verneint Notwendigkeit von Englischkenntnissen für das Arbeitsverhältnis

Die Kündigung war nach Entscheidung der Richter unwirksam. Englisch­kenntnisse seien für das Arbeits­verhältnis nicht zwingend notwendig, da zum einen die Geschäfts­sprache des Betriebs nicht Englisch sei. Zum anderen habe die Frau jahrelang auf einer Stelle gearbeitet, für die im Anforderungs­profil gute Englisch­kenntnisse vorgeschrieben waren - und das bislang ohne nennenswerte Probleme.

Wunsch nach guten Englischkenntnissen kein dringender betrieblicher Grund für Kündigung

Zudem ergebe sich auch aus dem Wunsch des Arbeit­gebers, nur noch Mitarbeiter mit guten Englisch­kenntnissen zu beschäftigen, kein dringender betrieblicher Grund, der eine Kündigung recht­fertige. Ein solcher Grund existiere nur, wenn eine Kündigung aufgrund der betrieblichen Lage unvermeidbar sei. In der Wirtschafts­prüfungsg­esellschaft gebe es aber selbst nach der Um­struktu­rierung Buch­haltungs­aufgaben, die ausschließlich die deutschen Tochter­gesellschaften betreffen - und mit der die Buch­halterin betraut werden könne.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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