wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Immobilienrecht und Mietrecht | 04.01.2018

Miet­minderung

LG Berlin: Lärm von Großb­austelle kann Miet­minderung recht­fertigen

Miet­minderung wegen Baulärms unter bestimmten Voraus­setzungen möglich

(Landgericht Berlin, Urteil vom 07.06.2017, Az. 18 S 211/16)

Auf einer Baustelle geht es selten leise zu - schon gar nicht auf einer Großb­austelle. Mieter in der Nach­barschaft können aus diesem Grund ihre Miete mindern, sofern bestimmte Voraus­setzungen vorliegen.

Werbung

Gehen von einer Großb­austelle in ihrer Nach­barschaft Störungen aus, können Mieter die Miete mindern. Das gilt zumindest dann, wenn ihr Vermieter bei Abschluss des Miet­vertrages bereits von den Bau­absichten des Grundstücks­nachbarn wusste. Das geht aus einem Urteil des Land­gerichts Berlin hervor (Az.: 18 S 211/16).

Mieter verlangt 30 Prozent Mietminderung wegen Schmutz- und Lärmbelästigung

Im verhandelten Fall ging es um einen Mieter, der 2010 in seine Wohnung eingezogen war. In der Nach­barschaft sollten über mehrere Grund­stücke hinweg insgesamt 217 Wohnungen gebaut werden. Anders als seine Vermieterin wusste der Mieter von diesem geplanten Großvorhaben aber nichts. Vier Jahre nach dem Einzug begannen die Bauarbeiten, die zwei Jahre dauern sollten. Vor Gericht wollte der Mieter wegen der Schmutz- und Lärm­belästigung 30 Prozent Miet­minderung durchsetzen.

LG sieht Mietminderung von 15 Prozent als gerechtfertigt an

Das Landgericht sah schließlich eine Miet­minderung in Höhe von 15 Prozent als gerechtfertigt an, weil sich die Bauarbeiten über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hinzogen.

Vermieterin hätte Mieter über Bauvorhaben informieren müssen

Nach Ansicht des Gerichts kann das Minderungs­recht des Mieters nicht davon abhängig gemacht werden, ob der Vermieter von dem störenden Nachbarn einen Ausgleich der Nutzungs­beeinträchtigung verlangen kann. In diesem Fall sei die Vermieterin über die geplanten Arbeiten informiert gewesen. Sie habe ihrem Mieter dies aber nicht offenbart, obwohl das Auswirkungen auf die Miethöhe hätte haben können.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#4944

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d4944
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!