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Reiserecht und Schadensersatzrecht | 06.08.2019

Reisemangel

LG Köln: Boots­transfer bei Unwetter stellt Reisemangel dar

Post­traumatische Belastungs­störung durch Todesangst bei der Rückreise kann Schadens­ersatz auslösen

(Landgericht Köln, Urteil vom 15.01.2019, Az. 3 O 305/17)

Die Erinnerung an den Urlaub sollte eigentlich schön sein. Doch was, wenn die Rückreise einen traumatischen Eindruck hinterlässt? Der Veranstalter kann sich in einem solchen Fall nicht herausreden.

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Reise­veranstalter stehen auch für den sicheren Transport ihrer Kunden in der Verantwortung. Das heißt: Sie haften, wenn beim Transfer vom Hotel zum Flughafen etwas schief geht. So eine Entscheidung des Land­gerichts Köln (Az.: 3 O 305/17). Müssen Passagiere einen Boots­transfer auch bei widrigem Wetter antreten, kann das einen Schaden­ersatz­anspruch begründen.

Fähre geriet wegen Unwetters in Seenot

In dem verhandelten Fall hatte der Kläger eine Pauschal­reise auf die Malediven für sich und seine Frau gebucht. Am Rückreise­tag herrschte schlechtes Wetter. Daher geriet die Fähre, die die Reisenden zum Flughafen bringen sollte, in Seenot und musste von einem Marine­schiff abgeschleppt werden.

Ehefrau erlitt Posttraumatische Belastungsstörung

Der Kläger und seine Frau verpassten den Flug, wurden für eine Nacht im Hotel untergebracht und flogen erst am Tag darauf nach Hause. Die Ehefrau des Klägers erlitt durch die Situation an Bord eine Post­traumatische Belastungs­störung, die stationär behandelt werden musste. Daher verlangte der Kläger Schaden­ersatz für sich und seine Frau und die Rück­zahlung des gesamten Reise­preises.

Gericht bejahrt Anspruch auf Reisepreisminderung und Schmerzensgeld

Die Klage hatte Erfolg: Das Gericht sprach dem Kläger und seiner Frau Schmerzens­geld zu und verurteilte den Veranstalter zur Rück­zahlung des Reise­preises. Die Rückreise sei für die Frau des Klägers derart traumatisch gewesen, dass sie sich in ärztliche Behandlung habe begeben müssen.

Traumatische Erlebnisse hätten verhindert werden können

Der Transfer zum Flughafen hätte bei den Wetter­bedingungen nicht stattfinden müssen. Der Veranstalter hätte die Rückreise angesichts der Sturm­warnung auch gleich um einen Tag verschieben können, wie es am Ende ja auch passiert sei.

Mangelbehaftete Rückreise lässt Erholungswert des gesamten Urlaubs entfallen

Die Mangel­behaftete Rückreise wirke hier jedenfalls so erheblich, dass sie nicht nur auf einen Tag beschränkt werden könne, sondern den Erholungs­wert des gesamten Urlaubs entfallen lasse.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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