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EU-Recht und Fluggastrecht | 04.07.2018

Reise­rücktritt

LG Landshut: Reise­rücktritt und Schaden­ersatz bei „Downgrade“ auf Economy Class

Anspruch auf Ausgleichs­zahlung nach EU-Recht besteht nicht

(Landgericht Landshut, Urteil vom 04.05.2017, Az. 41 0 2511(16))

Bei einem „Downgrade“ in eine niedrigere Buchungs­klasse im Flugzeug kann ein Reisender den Vertrag kündigen und Schaden­ersatz verlangen. Eine Ausgleichs­zahlung nach EU-Recht gibt es aber nicht. Das entschied das Landgericht Landshut (Az.: 41 0 2511(16).

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Absage der Reise wegen kurzfristiger Umbuchung auf niedrige Buchungsklasse

In dem verhandelten Fall ging es um die Reise einer Familie in die Dominikanische Republik. Gebucht wurden Flüge in der Premium Economy Class (3.380 Euro) und ein Hotel (7.622 Euro). Die Airline musste die Familie jedoch umbuchen, wodurch keine Plätze mehr in der Premium Economy verfügbar waren. Dies teilte die Fluggesellschaft der Familie am Abreisetag mit, wodurch diese sich veranlasst sah, die Reise ganz abzusagen - und auch die teure Hotel­übern­achtung zu stornieren.

Airline ist zum Schadensersatz verpflichtet

Das Gericht sprach der Familie Schaden­ersatz für die bezahlten Flüge, das Hotel sowie Taxikosten zu. Es habe keine Verpflichtung bestanden, das „Downgrade“ zu akzeptieren. Die vertraglich zugesicherte Beförderung sei nicht erbracht worden. Da die Beförderung jedoch nicht gänzlich verweigert wurde, musste die Airline keine weitere Entschädigung nach der EU-Flug­gast­rechte­verordnung zahlen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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