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Verbraucherrecht und Wettbewerbsrecht | 10.06.2021

Vorverkaufs­gebühr

LG München rügt Ticket­händler im Streit um Vorverkaufs­gebühr

Regelung zu Vorverkaufs­gebühren für Veranstaltungs­tickets unwirksam

(Landgericht München I, Urteil vom 09.06.2021, Az. 37 O 5667/20)

Ticket­händler dürfen Vorverkaufs­gebühren für abgesagte Veranstaltungen nicht automatisch auf Kosten ihrer Kundschaft behalten.

Damit hat das Landgericht München I in einem wesentlichen Punkt der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen Recht gegeben, die gegen die Münchner Ticket­agentur Eventim geklagt hatte. Das Gericht nannte die Beteiligten nicht, allerdings begrüßte anschließend die Verbraucher­zentrale die Ent­scheidung.

Nicht zwingend alle Vorverkaufsgebühren zu erstatten

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig - und bedeutet außerdem laut Gericht auch nicht, dass der Ticket­händler in jedem Fall automatisch die Vorverkaufs­gebühr für eine abgesagte Veranstaltung zurück­erstatten müsste.

Der Streitfall

Nach dem ersten Corona-Lockdown im vergangenen Frühjahr hatten viele Kunden bei dem Unternehmen ihr Geld für abgesagte Veranstaltungen zurück­verlangt. Der Ticket­händler behielt jedoch die Vorverkaufs­gebühr für sich. Zu Unrecht, wie die Richter urteilten. Ein ent­sprechender Satz in den Allgemeinen Geschäfts­bedingungen ist demnach rechts­widrig.

Gericht rügt in intransparent der Regelungen

Wenn eine Veranstaltung erfolgreich über die Bühne geht, streicht der Ticket­händler bei Verkauf auf Provisions­basis die Kommission allein ein. Daher sollte der Händler nach Einschätzung der Kammer auf der anderen Seite auch das entsprechende Risiko allein tragen, und nicht bei einer abgesagten Veranstaltung Kosten auf die Kunden abwälzen. Ein zweiter Punkt: Die Höhe der Vorverkaufs­gebühr ging aus den Ticket­preisen vielfach gar nicht hervor. Das rügte das Gericht als intransparent.

Eventim verlor aber keineswegs auf ganzer Linie

Nicht durchsetzen konnte sich die Verbraucher­zentrale in der Frage, ob die Agentur auch bei Verschiebung von Veranstaltungen in jedem Fall verpflichtet ist, Stornierungen zu akzeptieren.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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