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Mietrecht | 17.09.2019

Wohnungs­besichtigung

LG Nürnberg-Fürth: Wohnungs­besichtigung zur Mangel­überprüfung darf nicht in Begleitung sach­unkundiger Dritter erfolgen

Vermieter darf zur Mängel­begutachtung nur fachkundige Person wie ein Handwerker oder ein Sachverständiger mitbringen

(Landgericht Nürnberg-Fürth, Beschluss vom 18.06.2019, Az. 7 S 8432/17)

Ein defekter Boiler, eine ausgefallene Heizung, ein kaputtes Fenster: Um Mängel in einem Mietobjekt muss sich in der Regel der Vermieter kümmern. Vorher darf er die Mängel besichtigen - aber wer noch?

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Vermieter haben das Recht angezeigte Mängel eines Mieters zu überprüfen. Allerdings dürfen sie zur Besichtigung nicht beliebige Dritte mitnehmen. Das geht aus einer Entscheidung des Landes­gerichts Nürnberg-Fürth hervor (Az.: 7 S 8432/17).

Mieter verweigerte Mängelbegutachtung des Vermieters mit Dritter Person

In dem verhandelten Fall machte ein Mieter den Vermieter eines Reihen­hauses auf Mängel aufmerksam. Aus Sicht des Vermieters sei die Mängela­nzeige unbegründet und Teil einer Schikane. Dennoch wollte er die Mängel mit einem Zeugen überprüfen - der Mieter weigerte sich wiederholt, eine Dritte Person zur Besichtigung in das Mietobjekt zulassen. Der Vermieter kündigte daraufhin das Miet­verhältnis fristlos, es sei für ihn nicht zumutbar. Er wandte sich mit einer Räumungsk­lage zunächst ans Amtsgericht Erlangen (Az.: 15 C 603/17).

LG: Besichtigungsrecht muss schonend ausgeübt werden

Die Amtsrichter wiesen die Klage ab. Mit der Begründung, dass ein Vermieter sein Besichtigungs­recht schonend ausüben muss - also das Interesse des Mieters an Un­verletzlich­keit der Wohnung wahren muss. Die Besichtigung sollte effektiv durch­geführt sowie weitere Termine vermieden werden.

Nur fachkundige Person darf Vermieter begleiten

Eine fachkundige Person wie ein Handwerker oder ein Sachverständiger sei zur Mängel­besichtigung zulässig, irgendeine dritte sach­unkundige Person hingegen nicht. Das Landgericht folgte im Berufungs­verfahren dieser Argumentation und wies die Klage auch ab.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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